Drohnen im Crashtest: Experte warnt vor hohem Verletzungsrisiko

Drohnen im Crashtest
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Auch kleine Drohnen, die in Deutschland ohne besondere Qualifikation betrieben werden dürfen, bergen teils hohe Risiken.
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Im Crashtest brach ein Rotorblatt und hinterließ eine tiefe Schnittwunde in der Hand des Kinder-Dummys.
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Bei der Kollision mit einem Pkw liegt ein großes Risiko im Schreckmoment für den Fahrer.

Von Drohnen geht eine hohe Verletzungsgefahr aus, wenn die kleinen ferngesteuerten Fluggeräte außer Kontrolle geraten.

Waldeck-Frankenberg. Von Drohnen geht eine hohe Verletzungsgefahr aus, wenn die kleinen ferngesteuerten Fluggeräte außer Kontrolle geraten. Zu diesem Ergebnis kommen die Experten von DEKRA nach Crash-Tests mit Drohnen unter zwei Kilogramm. Die dürfen in Deutschland ohne besondere Qualifikation betrieben werden. Die Sicherheitsexperten empfehlen den Betreibern aber dringend,

sich in einer Schulung mit den Risiken der kleinen Flieger und mit den komplexen geltenden Vorschriften vertraut zu machen. Beim Anprall einer 1,3-Kilogramm-Drohne gegen einen „Fußgänger-Kinder-Dummy“ brach ein Propellerblatt aus Karbon und hinterließ eine tiefe Schnittwunde an der Hand des Dummys.

Völlig außer Kontrolle geriet eine 1,8 Kilogramm schwere Drohne nach der Kollision mit einem Pkw bei rund 65 km/h. Das Flugobjekt krachte gegen die Windschutzscheibe, stieg danach in beschädigtem Zustand unkontrolliert auf 40 bis 50 Meter Höhe und war nicht mehr steuerbar. Nach dem manuell noch möglichen Stopp der Motoren stürzte das Flugmodell senkrecht zu Boden, so dass es darunter stehende Menschen hätte erheblich verletzen können.

Außerdem ist beim Aufprall auf ein Auto mit einem Schreckmoment beim Fahrer zu rechnen, das leicht zu Folgeunfällen führen kann. „Bei schätzungsweise 400.000 Drohnen in Deutschland mit starkem Wachstum müssen wir von einem hohen, weiter steigenden Risikopotenzial ausgehen“, warnt Luftfahrt-Experte Stefan Schneider. Die DEKRA empfiehlt dringend, den Versicherungsschutz zu überprüfen: eine spezielle Luftfahrzeug-Haftpflichtversicherung sei nötig, da Schadensfälle durch Drohnen in der Regel nicht von der privaten Haftpflichtversicherung gedeckt sind. Drohnenbetreiber sollten an einer professionellen Schulung teilzunehmen. „Es geht um nicht weniger als die Sicherheit in der Luft und am Boden“, betont Schneider. „Mit einem Befähigungsausweis ist der Betreiber auf der sicheren Seite.“

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