Edersee verliert am Wochenende

Waldeck-Frankenberg. Der Edersee hat mit derzeit knapp 30 Millionen Kubikmetern einen Niedrigstand. Sinkt der Pegel unter 40 Millionen Kubikmeter, wer

Waldeck-Frankenberg. Der Edersee hat mit derzeit knapp 30 Millionen Kubikmetern einen Niedrigstand. Sinkt der Pegel unter 40 Millionen Kubikmeter, werden nur noch sechs Kubikmeter pro Sekunde aus dem Staubecken abgelassen. Nicht genug, um derzeit die Pegelstände der Flüsse aufrecht zu erhalten, da normalerweise in der Weser ein Mindestwasserstand von 1,20 Meter am Pegel Hann. Münden angestrebt wird.

Heute trafen sich die Vertreter der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Hannover, des Regierungspräsidiums, sowie der Landkreis Waldeck-Frankenberg und den betroffenen Kommunen zu einem Behördengespräch zur Bewirtschaftung der Edertalsperre.

Es musste ein Kompromiss gefunden werden, "bei dem alle etwas nachgeben müssen, aber auch profitieren können", so Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke.Sind die Wasserstände 40 Millionen Kubikmeter unter dem Mittelvolumen, spricht man von einem Trockenjahr. Ist das der Fall soll der Abfluss aus dem Edersee so gesteuert werden, dass an vier Tagen (Donnerstag bis Sonntag) ein Weser-Pegelstand von 1,20 Meter gewährleistet ist. An den restlichen drei Tagen soll das Wasser im Edersee zurückgehalten werden. Dazu wird der Abfluss auf sechs Kubikmeter pro Sekunde gedrosselt.

Die "4/3 Steuerung" wurde mit der Bezirksregierung Kassel abgestimmt. Faktoren wie Hochwasserschutz, ökologische Aspekte und Schifffahrt wurden dabei berücksichtigt.Alle Beteiligten arbeiten jetzt "nicht gegeneinander, sondern miteinander für die Region", so Vöhls Bürgermeister Harald Plünnecke abschließend.

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