Edertaler Vision

Die Vision nimmt langsam Gestalt an: Brgermeister Wolfgang Gottschalk (l.) begrte Dr. Wolfgang Fritzsche und Dr. Reinard Kubat im R

Die Vision nimmt langsam Gestalt an: Brgermeister Wolfgang Gottschalk (l.) begrte Dr. Wolfgang Fritzsche und Dr. Reinard Kubat im Rathaus.

Ein Museum mit Perspektive: Durch ein Fernrohr soll der zuknftige Besucher des Dokumentationszentrums den Edersee neu entdecken. Er nhert sich dem groen Ederseemodell in der Mitte des Dokumentationszentrums. Er wirft einen Blick durch das Fernglas und betrachtet einen bestimmten Punkt, einen Se(h)epunkt, etwas genauer. Dann geht er einen Schritt zurck.Jetzt erwartet den Museumsgast der Zukunft eine Tafel mit mehr Informationen zum Se(h)epunkt, vielleicht mit Bildern, einem Exponat oder einem Video. Noch einen Schritt zurck: Auf der Themeninsel ist Mitmachen angesagt, das Gesehene selbst erleben, das Gelernte begreifen.Edutainement heit das didaktische Konzept: Lernen ohne den Spafaktor aus den Augen zu verlieren.Obwohl das Dokumentationszentrum noch nicht steht, ist es fr den Edertaler Brgermeister Wolfgang Gottschalk lngst mehr als eine Vision. Freudestrahlend hlt er die ersten Entwrfe in den Hnden. Unser Plan ist es, das Zentrum pnktlich zum 100. Geburtstag des Edersees im Jahr 2014 zu erffnen, erklrt Gottschalk.Dr. Wolfgang Fritzsche vom Kultur-Bro AHB hat Projektstudie und Entwrfe erstellt. Ein Museum, wie wir es planen, gibt es in Deutschland noch nicht, sagt Fritzsche. Man findet definitiv keine Einrichtung, die sich ausschlielich mit der Geschichte eines Sees beschftigt. Genau das soll das Dokumentationszentrum knftig tun. Es soll die bewegte Geschichte des Edersees erzhlen. Vom Bau der Staumauer, der Umsiedlung von Berich, der katastrophalen Mauerzerstrung im Zweiten Weltkrieg bis zum Touristenmagneten von heute. Ein solches Projekt kann die Gemeinde allein nicht stemmen, wei Gottschalk. Deshalb ist der Brgermeister sehr dankbar, dass er im Kellerwaldverein einen aktiven Untersttzer gefunden hat. Fr uns gab es gar keine Zweifel am Projekt, erinnert sich Dr. Reinard Kubat, Vorsitzender der Entwicklungsgruppe Kellerwald an die Anfnge der Planungsphase. Ein ausreichendes ,Schlechtwetterangebot fr Winterausflge fehlt unserer Region bislang. Deshalb ist fr Kubat auch klar: Wir sind dabei! Wir gehen mit allen uns zur Verfgung stehenden Mitteln mit in die Realisierungsphase.Als nchstes gilt es, die Projektstudie an die Gremien zu bergeben. Ein Standort fr das Zentrum muss noch ermittelt werden. Eins ist sicher, erklrt Gottschalk, je nher das Museum an der Staumauer liegt, desto besser fr die Besucherzahlen. Einen Kostenvoranschlag fr das Projekt gibt es noch nicht. Fritzsche und sein Team durften ohne strenge Budgetvorgaben planen. Der Traum vom Fahrstuhl in den Edersee oder einem schwimmenden Museum ist also noch nicht ausgetrumt.

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Handball-Star Silvio Heinevetter jetzt auch Gastronom: Betreiberwechsel im „Holy Nosh Deli“
Kassel

Handball-Star Silvio Heinevetter jetzt auch Gastronom: Betreiberwechsel im „Holy Nosh Deli“

„Wir sind hinter der Theke genau so gut, wie davor“ scherzen die neuen „Holy Nosh Deli“-Inhaber Silvio Heinevetter und Yannick Klütsch.
Handball-Star Silvio Heinevetter jetzt auch Gastronom: Betreiberwechsel im „Holy Nosh Deli“
Tödliche Massenkarambolage auf der A7 bei Hünfeld
Fulda

Tödliche Massenkarambolage auf der A7 bei Hünfeld

Auf der A7 bei Hünfeld kam es am späten Donnerstagabend zu einem folgenschweren Unfall. Die gefährliche Gefällstrecke ist bei der Feuerwehr bereits von vielen anderen …
Tödliche Massenkarambolage auf der A7 bei Hünfeld
Sturmtief Ignatz sorgt bislang für über 100 Einsätze in Nordhessen
Kassel

Sturmtief Ignatz sorgt bislang für über 100 Einsätze in Nordhessen

Postbote in Kassel von Baum leicht verletzt, Auedamm zeitweise gesperrt
Sturmtief Ignatz sorgt bislang für über 100 Einsätze in Nordhessen
Sturm „Ignatz“ wirbelt den ÖPNV in Nordhessen durcheinander
Kassel

Sturm „Ignatz“ wirbelt den ÖPNV in Nordhessen durcheinander

Wegen Sturmschäden sind bisher einige Linien und Strecken nicht befahrbar
Sturm „Ignatz“ wirbelt den ÖPNV in Nordhessen durcheinander

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.