Ehrensache Natur - Freiwilligenarbeit im Nationalpark

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Freiwillige im Nationalpark. Foto: Nationalparkamt

Vöhl/Bad Wildungen. Im Nationalpark Kellerwald-Edersee arbeiten regelmäßig Freiwillige kostenlos,um dort Projekte umzusetzen. Vorrangig kommen die

Vöhl/Bad Wildungen. Im Nationalpark Kellerwald-Edersee arbeiten regelmäßig Freiwillige kostenlos,um dort Projekte umzusetzen. Vorrangig kommen die Helfer aus der Kegelbergschule aus Frankenberg, von der Lebenshilfe Waldeck Frankenberg e.V. und dem Bergwaldprojekt e.V.

Diese Einsätze erfolgten in der Vergangenheit getrennt voneinander. Eine integrative Waldwoche mit gemeinsamen Arbeitseinsätzen fand erstmalig im vergangenen Jahr statt. Alle Beteiligten waren auf die Ergebnisse, die gute Zusammenarbeit und vor allem auf das große Engagement sehr stolz.

Sie beschlossen, 2012 erneut eine integrative Waldwoche im Nationalpark durchzuführen, die jetzt startet.

Die Freiwilligen helfen den hauptamtlichen Mitarbeitern der Schutzgebiete bei ihren zahlreichen Aufgaben. Die Waldwoche zählt zur Ehrenamt-Initiative "Ehrensache Natur" und richtet sich an Einzelpersonen oder Gruppen aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens.

Grundmotivationen für den bürgerschaftlichen Einsatz sind bei allen Beteiligten (1) die Möglichkeit, aktiv am gesellschaftlichen Leben teil zu haben, (2) die Chance, die Zukunft mitzugestalten und (3) der Einsatz für die gute Sache an sich. Eine ebenso große Rolle spielen soziale Kontakte und der Wille, im unmittelbaren Lebensumfeld etwas verändern oder bewirken zu wollen.

Die Ehrenamt-Initiative von EUROPARC Deutschland, dem Dachverband der Nationalen Naturlandschaften, zu denen auch der Nationalpark Kellerwald-Edersee gehört, startete zunächst unter dem Namen "Freiwillige in Parks" und wird seit 2010 unter dem neuen Namen "Ehrensache Natur" fortgesetzt und ausgebaut. Vorbild für die Initiative ist das Programm "Volunteers in Parks", das seit 1970 die Freiwilligenarbeit in US-amerikanischen Nationalparks organisiert. Träger und Koordinator ist EUROPARC Deutschland. Bei der Finanzierung werden die Parks seit 2003 durch Stiftungen, die Europäische Kommission sowie den Bund unterstützt.

Seit 2004 besuchen Schülerinnen und Schüler der Kegelbergschule Frankenberg, eine Einrichtung für Menschen mit verschiedensten Behinderungen, regelmäßig den Nationalpark und beteiligen sich an von Rangern betreuten Projekten. Jeden Mittwoch arbeitet eine Werkstufengruppe im Reich der urigen Buchen.

Das Bergwaldprojekt e. V. bietet Menschen zwischen 18 und 88 die Möglichkeit, als Freiwillige für eine Woche in den unterschiedlichsten Wäldern zu arbeiten und sich für künftige Baumriesen zu engagieren. Seit 2006 werden auch Projekte im Nationalpark Kellerwald-Edersee betreut.

Seit 2009 engagieren sich auch Betreute der Lebenshilfe in Waldeck-Frankenberg e.V. tatkräftig in vier bis fünf an Einsätzen pro Jahr im Nationalpark. Initiiert wurde die erste Veranstaltung im Rahmen einer Kooperation von EUROPARC Deutschland e.V. und der Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V.. Gemeinsam bieten sie interessierten Menschen mit geistiger Behinderung die Möglichkeit, die Arbeit in Nationalen Naturlandschaften ehrenamtlich zu unterstützen. Die bundesweite Kooperation der beiden Dachverbände wird unterstützt vom Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement.

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