Nur eine Atempause

Waldeck-Frankenberg. Die gestern, 16. Mrz, vom Staatssekretr im Hessischen Verkehrsministerium Steffen Saebisch verkndete Ents

Waldeck-Frankenberg. Die gestern, 16. Mrz, vom Staatssekretr im Hessischen Verkehrsministerium Steffen Saebisch verkndete Entscheidung, den heimischen Unternehmen, die vom Nachtfahrverbot auf der Bundesstrae 252 betroffen sind, die Mglichkeit zu geben, innerhalb einer Frist von zwei Monaten selbst fr die Einhaltung der Lrmschutzgrenzwerte zu sorgen, hat nach Einschtzung von Landrat Dr. Reinhard Kubat die Situation ein wenig entspannt. Gleichwohl ist dies nur eine Atempause und ich habe darauf gedrngt allen Beteiligten, das heit den Unternehmen und den Anwohnern, endlich eine dauerhafte Perspektive aufzuzeigen, betonte der Landrat nach der Besprechung in Wiesbaden.

Erster Schritt msse eine engmaschige Kontrolle entlang der Bundesstrae sein, um einen Missbrauch des Moratoriums zu verhindern. Eine endgltige Lsung der Probleme knne aber nur der Bau von Ortsumgehungen bringen. Im Bundesverkehrswegeplan von 2003 seien lediglich die inzwischen bereits fertig gestellten Umgehungen um Diemelstadt-Rhoden und Frankenberg-Rddenau sowie darber hinaus Vhl-Dorfitter und Burgwald-Bottendorf bzw. Ernsthausen in die Rubrik vordinglicher Bedarf aufgenommen worden, was eine zeitnahe Realisierung ermgliche.

Entlang der B 252 bentigen wir aber eine durchgehende Verbindung von Umgehungsstraen, die von Diemelstadt-Rhoden bis nach Clbe im Landkreis Marburg-Biedenkopf reicht, so Kubat. Nur das ermglicht es uns, die immer grer werdenden Verkehrsstrme sicher zu lenken und vor allem die Menschen in den Orten entlang der Bundesstraen vor Lrm und Emissionen zu schtzen.

Gleiches gelte aber auch fr die brigen in der Diskussion befindlichen Umgehungen, die bislang nur unter weiterer Bedarf im BVWP rangieren. Kubat nannte im Einzelnen die Projekte Twistetal-Twiste, Twistetal-Berndorf im Zuge der B 252, Korbach-Meineringhausen und Waldeck-Freienhagen (B 251), Frankenberg-Geismar und Haina-Lhlbach (B 253). Gerade entlang der B 251 sieht der Landrat auch die Notwendigkeit einer groen Lsung zwischen der Sackpfeife und Bad Wildungen. Dabei mssten vor allem der Ausbau der Sackpfeife sowie der Umgehungen Frankenau-Dainrode und Bad Wildungen-Hundsdorf berhaupt erst in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden. Vor diesem Hintergrund sollte es das gemeinsame Ziel aller Beteiligten sein, bei der nchsten Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans alle den Landkreis Waldeck-Frankenberg betreffenden Manahmen im vordringlichen Bedarf zu verankern.

Er sehe zwar auch ein, dass die Finanzierung dieser Vorhaben angesichts der aktuellen Finanzsituation der ffentlichen Hand nicht gesichert sei, rumte Kubat ein. Das darf uns jedoch nicht daran hindern, die Planung der einzelnen Umgehungen bis zur Baureife voranzutreiben. Wenn sich die finanzielle Lage wieder bessere, sei man dann imstande unmittelbar mit der Ausfhrung der Manahmen zu beginnen. Dies erfordere jedoch ein abgestimmtes Vorgehen aller Beteiligten. Kubat forderte in diesem Zusammenhang ausdrcklich, die Naturschutzverbnde von Anfang an in die Planungen einzubeziehen und nicht erst im Nachhinein mit den Ergebnissen zu konfrontieren. Dies verhindere Konfliktpotenzial und trage dazu bei, die ohnehin sehr zeitaufwndigen Planungsphasen zu verkrzen.

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