Eine neue Kläranlage für Asel muss her - sonst droht der Entzug der Erlaubnis

Kläranlage Vöhl Asel
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Treffen am Klärteich (v.l.) Mario Pfefferle (Abwassertechniker), die Gemeindevertreter Volker König, Gertmann Sude, Bernd Halberstadt, Karl-Heinz Stadler (Vorsitzender), Stefan Schaller (EWF), Karsten Kahlhöfer (Bürgermeister), Volker Denhof (Bauamtsleiter), Berthold Schreiber (Leiter der Kläranlage) und Hans Joachim Dohl (Gemeindevertreter).

Die Kläranlage in Asel muss dringend saniert werden, sonst droht der Entzug der Einleitungserlaubnis in den Edersee. Die Anlage wurde 1981 gebaut und erfüllt längst nicht mehr die aktuell strengeren Grenzwerte.

Vöhl -  Angeschlossen an die Anlage sind Basdorf, Hof Lauterbach, Vöhl, Asel, Hohe Fahrt und Asel Süd. Sie ist für bis zu 3500 Einwohner ausgerichtet. Technisch komme sie an ihre Grenzen, sagt der Leiter der Käranlage, Berthold Schreiber.

Die Teichkläranlage brauche ständige Belebung. An warmen Tagen müsse non-stop Sauerstoff zugeleitet werden, damit die biologische Klärung funktioniere. Sie entwässert dann über den Aselbach in den Edersee.

Mit 4 bis 5 Millionen Euro Investitionen hat die Gemeinde Vöhl einen riesigen Batzen an Investitionen vor sich. „Das ist nicht mal eben so erledigt“, sagt Bürgermeister Karsten Kahlhöfer. Jetzt versucht man, die EWF mit in Boot zu bekommen, dann könnten sich Erfahrungen und Fachwissen ergänzen, meint EWF Chef Stefan Schaller.

Die Absichtserklärung für eine Zusammenarbeit hat das Gemeindeparlament bereits beschlossen. Ein entsprechender Gesellschaftsvertrag wird vorbereitet, ähnlich wie in der Gemeinde Diemelsee könnte dann zusammen gebaut werden. Einig werden muss man sich dann gemeinsam, ob die bestehenden Teiche zugeschüttet werden und auf dem Areal eine neue moderne Kläranlage entsteht.

Plan B wäre, dass zumindest eine Teichanlage bestehen bleibt und das Grundstück durch Zukauf erweitert wird. Der Frage, wie die Anlage während der Baumaßnahmen am Laufen gehalten werden kann, könnte hier eine wichtige Bedeutung zukommen. Auch könnten Fördermittel generiert werden, die es aber nur für Energieeinsparmaßnahmen gibt. Die Gemeinde Vöhl besitzt noch zwei weitere Kläranlagen oder ist daran beteiligt: in Thalitter und Kirchlotheim.

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