Eintauchen in die Welt der Pilze: Essbar oder giftig? Manchmal kommt es auf die Zubereitung an

Gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Daniela Sommer sind Interessierte mit Gereon Schoplick, Pilzexperte, sowie Rainer Paulus vom Nationalparkamt in Frebershausen auf Pilzsuche gegangen. Entlang des historischen Dorfpfades ging es zum  Hutewald „Halloh“.
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Gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Daniela Sommer sind Interessierte mit Gereon Schoplick, Pilzexperte, sowie Rainer Paulus vom Nationalparkamt in Frebershausen auf Pilzsuche gegangen. Entlang des historischen Dorfpfades ging es zum  Hutewald „Halloh“.

Gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Daniela Sommer sind Interessierte mit Gereon Schoplick, Pilzexperte, sowie Rainer Paulus vom Nationalparkamt in Frebershausen auf Pilzsuche gegangen. Entlang des historischen Dorfpfades ging es zum Hutewald „Halloh“.

Bad Wildungen -  Der UNESCO-Welterbe-Nationalpark Kellerwald-Edersee beherbergt eine Vielzahl ökologisch wichtiger Pilzarten. Seit 2004 wurden in extensiven Studien zur Grunddatenerfassung der Großpilze 617 Arten mit einem Untersuchungsschwerpunkt bei den Ständerpilzen nachgewiesen.

Laub-, nadel- und holzbewohnende Pilze stellen dabei ein Drittel der registrierten Arten. Gereon Schoplick brachte den Exkursionsteilnehmern die verschiedenen Pilze, die sie fanden, näher: zum Beispiel den Leber-Reischling, den Schwefelporling und den Buchen-Schleimrübling sowie den Hallimasch. Diese Pilzarten kommen im Nationalpark-Gebiet häufig vor. Die Leber-Reischling ist ein Baumpilz, der oftmals gemeinsam mit dem Schwefelporling auftaucht.

Der Leber-Reischling ist jung essbar, ältere Exemplare werden zäh und holzig. Im angelsächsischen Sprachraum wurde der Leber-Reischling als „poor men's beefsteak“, also „Arme-Leute-Steak“ bezeichnet, weil er in den Wäldern reichlich gefunden wurde und in der Pfanne gebraten als Fleischersatz diente. Der Schwefelporling ist ebenfalls jung essbar und schmeckt paniert wie ein Hühnerschnitzel. Er ist ein Parasit, der Laubbäume befällt. Über offene Stellen kann er eindringen und beginnt dort den Holzkern anzugreifen. Danach arbeitet er sich über das Spintholz weiter. So wird der Baum für Windbruch anfällig. Ist der Baum einmal abgestorben, lebt der Schwefelporling als Folgezersetzer auf dem toten Holz weiter, bis er das Substrat aufgebraucht hat.

Der Buchen-Schleimrübling ist essbar, aber kein wertvoller Speisepilz. Er wächst auf Ästen oder Stämmen der Rotbuche, seltener an anderen Laubbäumen. Auch er ist ein Folgezersetzer. Auch der Hallimasch kann durch Wunden durch die Wurzelrinde des Baums eindringen und diesen infizieren. Der Hallimasch tötet das Kambium des Baums, also das teilungsfähige Gewebe zwischen Rinde und Holz. Der Hallimasch zählt heute zu den Pilzdelikatessen und seine Fans waren auch mit in der Gästegruppe. Dennoch sollte man ihn stets mit Vorsicht genießen. In rohem Zustand ist der Hallimasch schwach giftig, und auch gekocht oder angebraten kann er Magen-Darm-Beschwerden hervorrufen. Die richtige Zubereitung sei deshalb wichtig.

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