Engagierte Naturschützer

Der 27. Naturschutzpreis des Landkreises geht in diesem Jahr an... Waldeck-Frankenberg. Der 27. Naturschutzpreis des Landkreises ist verge

Der 27. Naturschutzpreis des Landkreises geht in diesem Jahr an...

Waldeck-Frankenberg. Der 27. Naturschutzpreis des Landkreises ist vergeben. Ich freue mich, der langen Liste der Preistrger heute zwei weitere Persnlichkeiten und im Jugendbereich eine Gruppe hinzufgen zu knnen. Die Jury hatte es angesichts des hohen Niveaus der insgesamt 11 Vorschlge zur Haupt-Preisverleihung nicht leicht, die richtige Auswahl zu treffen. Glcklicherweise geben die Richtlinien es her, den mit 2.500 Euro dotierten Hauptpreis zu splitten, so dass in 2009 zwei verdiente Naturschtzer zu gleichen Teilen in seinen Genuss kommen knnen. Der Jugendbereich mit einem Preisgeld in Hhe von 500 Euro war mit fnf Bewerbungen etwas schwcher vertreten, hier konnte sich das Auswahlgremium auf einen Preistrger einigen, so der erste Beigeordnete Peter Niederstraer.

Gerhard Kesper aus Allendorf-Battenfeld, erhlt den Preis fr sein breit gefchertes Engagement. Kesper gehrt seit 1985 der NABU-Gruppe Battenberg an. Er engagiert er sich in den Bereichen Botanik und praktischer Naturschutz. Seine Zusammenarbeit mit der Oberen und Unteren Naturschutzbehrde ist die Basis fr umgesetzte Landschaftspfleg. Als Beispiele nannte Niederstraer, den Waldwiesenkomplex Eichelpfhl bei Allendorf und die Feuchtwiesen im Hainer-Binghuser-Bachsystem bei Haine. Auerdem betreue Kesper die Naturschutzgebiete Battenfelder Driescher, Nitzelbachtal und Riedgraben, an deren Pflegeplnen er mitgearbeitet hat und sie auch umsetzt. Seit mehr als 10 Jahren ist Gerhard Kesper im Edertal von der Landesgrenze bis zur Edertalsperre verantwortlich fr die Bekmpfung des Riesenbrenklaus und der Herkulesstaude. Zudem bietet er Schulungen auf diesem Gebiet an. Sein umfangreiches Fachwissen ber die heimische Fauna und Flora garantiere auch die qualifizierte Mitarbeit bei Kartierungsarbeiten.Sein Wissen gibt der Naturschtzer bei Exkursionen gerne weiter. Darber hinaus gehrte er von 1985 bis 1993 dem Kreisnaturschutzbeirat an. ,Von 1997 bis 2001 war er Stellvertreter in dem Gremium. Seit mehr als 20 Jahren ist er Beauftragter des NABU zur Erarbeitung von Stellungnahmen zu Bauleitplanungen und Straenbaumanahmen im Oberen Edertal.

Karl-Heinz Schubert, wird fr seinen Einsatz in der Aufzucht, Vermehrung und Wiederansiedlung des Rebhuhns ausgezeichnet. Der Vogel des Jahres 2007, das Rebhuhn, war im Landkreis Waldeck-Frankenberg flchendeckend nicht mehr anzutreffen. Obwohl viele Naturschtzer vor den Schwierigkeiten zurckschreckten, das Rebhuhn, dessen Zucht und sptere Auswilderung problematischer ist als die des Fasans, wieder heimisch werden zu lassen, ging Schubert das Projekt an. Er hat seine gesamte Zeitplanung auf die Nachzucht des Rebhuhns abgestellt. Von Problemen hat er sich nicht entmutigen lassen, sich selber Fachwissen angeeignet, das er stndig weiter entwickelt, und er zieht seit nunmehr 17 Jahren aus eigenen Mitteln jhrlich bis zu 100 Jungtiere in einer Brutmaschine. Die Jungtiere gibt er im Folgejahr als geschlechtsreife angepaarte Zuchtpaare zum Selbstkostenpreis an idealisierte Revierinhaber ab.

Dank Karl-Heinz Schubert sind in Waldeck-Frankenberg mittlerweile Rebhhner in den Gemarkungen Twiste, Elleringhausen und Nieder-Waroldern nachgewiesen worden. Schubert wirbt darber hinaus fr praktische Pflegearbeiten in der Landschaft, fr die Erhaltung und Pflege von Gehlzen und stellt sich als Vermittler bei Interessenkonflikten zwischen verschiedenen Nutzergruppen der Landschaft zur Verfgung. Seit 2002 ist er Vorsitzender der Teichgemeinschaft Volkhardinghausen, die es sich zur Hauptaufgabe gemacht habt, den innerrtlichen Klosterteich zu erhalten und zu pflegen.

Den Sonderpreis fr Jugendliche und Jugendgruppen erhlt das Fledermausteam Asel. Die 30 bis 40 Mitglieder haben das Team gebildet, um einen Fledermauslehrpfad zu erreichten. Sie haben diesen Pfad geplant, umgesetzt und erfllen ihn durch ein vielfltiges Programm mit Leben. Aber das Team legt auch Biotope an, nimmt an der Aktion Saubere Landschaft teil, an Pflegemanahmen und Aufrumaktionen, wie nach dem Orkan Kyrill. Der Fledermauslehrpfad wurde mit Untersttzung der NAJU Frankenberg geschaffen. Er dient als Informationspfad ber weitgehend noch unbekannte und unverndert bedrohte Tierartund zeigt Schutzmanahmen. Zum Programm der Gruppe gehrt die Batnight (Fledermausnacht), Informationsveranstaltungen und Exkursionen, Fhrungen und Workshops. Die Mitglieder des Fledermausteams schaffen in Form von Nisthilfen neue Quartiere oder tragen zum Erhalt bereits vorhandener bei und pflegen verletzt aufgefundene Fledermuse. Die Aseler Gruppe hat mit dem Fledermauslehrpfad den bundesweit ersten seiner Art geschaffen, so Niederstraer.

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