Enten nicht füttern: NABU und Stadt warnen vor Gefahren

Am Frankenberger Ederufer werden die Wasservögel von vielen Menschen mit Brot und anderen Nahrungsresten gefüttert. Doch das schadet Tieren und Gewässer.
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Am Frankenberger Ederufer werden die Wasservögel von vielen Menschen mit Brot und anderen Nahrungsresten gefüttert. Doch das schadet Tieren und Gewässer.

Die Stadt Frankenberg und NABU/Naturschutzjugend rufen dazu auf, Stockenten, Blässhühner, Höckerschwäne und Gänse nicht am Ederufer und in der Parkanlage zu füttern.

Frankenberg. Besonders für Kinder und ältere Menschen ist das Entenfüttern am Ederufer und in der Parkanlage ein beliebtes Erlebnis. Doch altes Brot und andere Speisereste stellen eine Gefahr für Tiere und Natur dar. Die Stadt Frankenberg und NABU/Naturschutzjugend rufen dazu auf, Stockenten, Blässhühner, Höckerschwäne und Gänse nicht zu füttern.

Die Wasservögel finden an der Eder und in Teichen genug zu fressen. Ihre natürliche Nahrung besteht aus Pflanzen, Würmern und Schnecken. Brot und Gebäck sind für die Tiere ungesund. Es quillt im Magen auf und enthält zu viel Salz und Zucker. Enten und Gänse werden dadurch schneller krank. Zudem verlieren die Vögel die Scheu vor dem Menschen und werden öfter durch Unfälle auf der Straße getötet. Häufig gibt es „Entenbrot“ im Überfluss, das am Ufer herumliegt. Es lockt Ratten und Mäuse an. Verschimmeltes Futter schadet den Tieren zusätzlich.

Auch die Wasserqualität leidet unter der Fütterung, denn Brotbrocken und Entenkot führen zu einer zusätzlichen Nährstoffanreicherung im Gewässer. Es entstehen mehr Schwimmalgen, welche den Unterwasserpflanzen das Licht für die Photosynthese nehmen. In den Sommermonaten kann das zu Sauerstoffmangel und sogar zum „Umkippen“ des Gewässers führen.

NABU und Stadt appellieren daher an alle Bürger, den Vögeln nur im Winter Körnerfutter, klein geschnittenes Obst oder Gemüse oder Haferflocken anzubieten und nur so viel, wie die Tiere wirklich fressen. Besser sei es, die Tiere nur zu beobachten. Ferner wird darauf hingewiesen, dass es sich bei den Wasservögeln um Wildtiere, keine Haustiere handelt. Durch die menschliche Fütterung würden oft auch Verhaltensstörungen und Aggressivität bei den Tieren auftreten.

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