Erdgasleitung für Goddelsheim

Goddelsheim. Die Energie Waldeck-Frankenberg GmbH (EWF) investiertwendete fr die Erschlieung des Lichtenfelser Stadtteils Goddelshe

Goddelsheim. Die Energie Waldeck-Frankenberg GmbH (EWF) investiertwendete fr die Erschlieung des Lichtenfelser Stadtteils Goddelsheim mit Erdgas wendete 1,4 Millionen Euro auf.

Uwe Steuber, Brgermeister der Stadt Lichtenfels, nahm mit dem Entznden der Erdgasfackel vor der Mehrzweckhalle in Goddelsheim die Erdgasversorgung offiziell in Betrieb. Nach den Lichtenfelser Ortsteilen Sachsenberg und Mnden wird somit bereits der dritte Lichtenfelser Ortsteil von EWF mit umweltschonendem Erdgas beliefert.

Landrat Dr. Reinhard Kubat beglckwnschte die Lichtenfelser Brger in seinem Gruwort zu der Entscheidung fr den klimaschonenden Energietrger.

EWF-Geschftsfhrer Stefan Schaller ergnzte einige Daten, die den Umfang der Baumanahme beschrieben: Insgesamt 12.080 Meter Erdgasleitungen wurden zwischen Ostern 2009 und September 2010 verlegt: 8.200 Meter Hochdruckleitungen und 3.880Meter Ortsnetzleitungen. Bereits Ende 2009 konnten Teile von Goddelsheim mit Erdgas beliefert werden.Anfang Oktober 2010 steht in den Straen Viehweg, Hillershuser Strae, Grner Weg, Nordstrae und Weststrae jeweils auf ganzer Lnge Erdgas zur Verfgung.

Zum grten Teil wurden Erdgasrohre in den Straen Am Sportplatz, Am Stricken, Neuer Weg und Sachsenberger Strae verlegt. Abschnittsweise wurden Erdgasrohre im Aarweg und im Wiesenweg verlegt. Erfreulich viele Goddelsheimer Hausbesitzer hatten sich sofort fr einen Erdgashausanschluss entschieden.

Sorgfltige Vorarbeiten ab 2008, Bauarbeiten im Sptherbst 2009Nach vorbereitenden Manahmen im Jahr 2008 begann der erste Bauabschnitt nach Ostern 2009, indem zunchst die Stahlrohre fr die 4,1Kilometer lange Erdgashochdruckleitung von Goddelsheim Richtung Rhadern entlang der genehmigten Trasse ausgelegt wurden. Die Ausfhrung jedes einzelnen Schrittes dieser Baumanahme erfolgte entsprechend des landschaftspflegerischen Begleitplanes, der von dem Planungsbro Bioline erstellt worden war.

Zahlreiche Manahmen waren durch EWF bzw. die ausfhrende Baufirma Rohde, Sachsenhausen, zu bercksichtigen, um die Auswirkungen der Bauarbeiten so minimal wie mglich zu halten: Die Leitung verluft berwiegend parallel bzw. im Randbereich eines vorhandenen asphaltierten Feldweges. Fr die Verlegung der Erdgasleitung wurden ca.1.787laufende Meter Grnland, 1.958 Meter Acker und 256 Meter Bankette bzw. Feldwege, sechs Meter Graben und sieben Meter Hecke in Anspruch genommen. Ein geringer Teil verluft ber bereits versiegelte Flchen im Wegekrper. Aufgrund der Einbauweise sowie der erforderlichen Grabenbreite und tiefe betrgt die durchschnittliche Arbeitsbreite ca. acht bis zehn Meter.

Der erste Bauabschnitt konnte Mitte August 2009 abgeschlossen werden: 3.400 Meter der Strecke wurden gefrst, auf 400 Metern Lnge wurde der Graben fr das Erdgasrohr gebaggert. Die Trassenfhrung erfolgte berwiegend in den landwirtschaftlichen Grundstcken, wobei die Wiedereinsaat im Zuge der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung erfolgte. Im Juli 2009 wurde die Strae gegenber des Altenheims in Rhadern gequert.

Und in einem Teilbereich des Viehwegs in Goddelsheim wurde Ende Juli auf einer Lnge von rund 250 Metern noch bis zum Gewerbegebiet gebaggert.Im ebenfalls 4.100 Meter langen zweiten Bauabschnitt von Rhadern bis Mnden wurde im Sptherbst 2009 das FFH-Gebiet Obere Eder gequert. Aus diesem Grund erfolgten fr diesen Abschnitt noch sehr viel genauere Planungsarbeiten und die Trassenfindung erfolgte noch detaillierter.

Hier wurde der Naturschutzbeirat eingebunden. In Lichtenfels-Mnden kreuzt die Gasleitung die Orke, einen Eder-Zufluss, der hier rund sechs Meter breit und einen Meter tief ist. Hier musste im sogenannten Dker-Verfahren die Erdgashochdruckleitung rund eineinhalb Meter unter dem Flussbett verlegt werden: Aus der sogenannten Startgrube grbt sich die Vortriebsmaschine unter dem Gewsser hindurch, zuerst schrg nach unten, dann leicht ansteigend bis zur Zielgrube auf der anderen Seite des Flusses.

Der gebohrte Tunnel wird auf 50 Zentimeter Durchmesser ausgeweitet und mit einem Tongestein stabilisiert fr die Aufnahme des Kunststoff-Leerrohrs. In dieses wurden die speziell rostgeschtzten Gasrohre unter stndiger Kontrolle des TV Hessen eingezogen, der fr das gesamte Verfahren einen ausfhrlichen Prfbericht erstellte. In gleicher Weise wurde die Aar gequert.

Naturschutzmanahmen

Bereits im Jahr 2008 fand die Gelndeerhebung statt. Da sich sdlich des Gewerbegebietes in Goddelsheim eine kleine durch Seggen, Waldsimse, Weies Straugras und Flatterbinse gekennzeichnete Flche befindet, die als stau- und wechselfeuchte Wiese einen pauschal geschtzten Lebensraum gem 31 HENatG (Biotopnummer 27) darstellt, verschwenkt die Leitung in diesem Abschnitt in den angrenzenden vorhandenen Wegekrper mit Banketten.

Der vorhandene Gehlzbestand sowie die Einzelgehlze (Schlehe, Schneebeere, Spte Traubenkirsche, Holunder, Pfaffenhtchen und Hasel) waren durch die Manahme nicht direkt betroffen. In jeder Bauphase wurde darauf geachtet, dass Schdigungen oder negative Beeintrchtigungen unterblieben. Allerdings liegt westlich von Rhadern eine ca. ein Meter breite Schlehenhecke quer zur Leitungstrasse, so dass die Hecke auf einer Lnge von sieben Metern beseitigt werden musste. Diese Hecke wurde als strukturarm eingestuft und unterlag in der Vergangenheit offensichtlich regelmigen Pflegemanahmen.

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