Facetten des Rassismus: Große Veranstaltungsreihe in der Synagoge Vöhl

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Die Veranstaltungsreihe „Facetten des Rassismus“ des Förderkreises Synagoge in Vöhl startet am 1. September.

Vier Monate lang bietet der Förderverein regelmäßig, Vorträge, Konzerte und Ausstellungen zum Thema Rassismus. Los geht es am 1. September.

Vöhl - Mit Facetten des Rassismus beschäftigt sich eine dreiteilige Veranstaltungsreihe des Förderkreises Synagoge in Vöhl. Los geht es am Sonntag, 1. September, mit der Ausstellung „Ihr Tod reißt nicht die geringste Lücke“. Die Eröffnung ist um 10 Uhr unter Mitwirkung der Theatergruppe des Lebenshilfe-Werks Waldeck-Frankenberg.

Zwei weitere Ausstellungen werden am Samstag, 7. September, um 17 Uhr eröffnet. „Bäume, Schienen, Zäune. Ein Versuch, das Geschehene auf dem Gelände der Gedenkstätte Buchenwald mit künstlerischen Mitteln zu verarbeiten“ und „Die Gedenkstätte in der früheren Tötungsanstalt Hadamar“. Das Dienstagskino am 10. September zeigt um 19 Uhr einen Film über Ernst Lossa, der, weil er als unerziehbar galt, totgespritzt wird.

Robert Domes liest am Donnerstag, 12. September, um 19 Uhr aus seinem Buch „Nebel im August“. Eine Woche darauf am Donnerstag, 17. September, hält Dr. Georg Lilienthal einen Vortrag „Lebensborn-Kinder. Die letzten Opfer der SS. Ungeliebt, verleugnet, nicht anerkannt“. Adolf Kopp, ein Opfer, steht vor Ort für Gespräche bereit. Ein weiterer Vortrag wird am Donnerstag, 26. September, um 19 Uhr angeboten. Katharina Oehl referiert unter dem Titel „Auf der Suche nach der eigenen Identität: Die gewaltsame Eindeutschung polnisch-deutscher Kinder“.

Die zweite Staffel der Veranstaltungsreihe beschäftigt sich mit Rassismus und Völkermord. Die Ausstellung „Zeichnungen von Eric Rabasseda über Faschismus, Krieg und Hintergründe“ eröffnet die Staffel am Sonntag, 6. Oktober, 10 Uhr. Am darauffolgenden Tag hält Rebekka Schubert um 19 Uhr den Vortrag „Menschheitsverbrechen und Berufsalltag. J.A. Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz“. Dr. Udo Engbring-Romang referiert am Donnerstag, 17 Oktober, über „Die Macht der Vorurteile. Die Diskriminierung und Verfolgung von Sinti und Roma im 20. Jahrhundert“. Los geht es um 19 Uhr.

Am Sonntag, 20. Oktober, um 19 Uhr trägt Karl-Heinz Stadtler den Reisebericht „Belzec, Sobibor, Treblinka – die vergessenen Mordlager im Holocaust“ vor. „Medizinische Experimente zur Erprobung von Seren und Impfstoffen. Die Rolle der Behringwerke bei Menschenversuchen im Konzentrationslager Buchenwald“ lautet der Titel des Vortrags von Dr. Christoph Franke am Donnerstag, 24. Oktober, um 19 Uhr.

Die letzte Staffel „Wir und die Anderen“ startet mit mehreren Veranstaltungen in der Vöhler Henkelhalle. Am Freitag, 1. Oktober, beginnt die Ausstellung „Asyl ist Menschenrecht“ um 18 Uhr. Um 20 Uhr findet das Konzert „Migrantig“ statt. Einen Tag darauf findet von 14 bis 19 Uhr ein Markt der Möglichkeiten mit Thementischen, Mitmachangeboten, Lesungen, Kurzfilmen, Musik und Diskussionsrunden statt. Am Sonntag, 3. November, berichten Migranten über ihre Flucht und die Ankunft in Deutschland.

In der Martinskirche und in der Synagoge findet am 9. November ab 19.30 Uhr das Gedenken zur Pogromnacht statt. Jana Bonn hält am Donnerstag, 21. November, um 19 Uhr den Vortrag „Antisemitismus – Struktur und aktuelle Ausformungen“. Am Sonntag, 1. Dezember, findet um 15 Uhr der Vortrag „Mischlingskinder im Nachkriegs-Asel – Das Albert-Schweitzer-Kinderheim des Ehepaars Dilloo“ statt.

Am Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember wird ein multimedialer Abend zum Buchenwald-Überlebenden Stéphane Hessel angeboten um 19 Uhr. Die Synagoge ist darüber hinaus an den Sonntagen 8. September, 13. Oktober, 17. November und 8. Dezember jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe „Facetten des Rassismus“ und zu den Herbstkonzerten unter www.synagoge-voehl.de

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