Fair Trade Stadt Korbach

Korbach. Der Status "Fair Trade" (fairer Handel) soll das Profil der Kreisstadt zukünftig bereichern. Durch den Einsatz von fair gehandelte

Korbach. Der Status "Fair Trade" (fairer Handel) soll das Profil der Kreisstadt zukünftig bereichern. Durch den Einsatz von fair gehandelten und zertifizierten Produkten, wie Kaffee, Kakao, Früchten oder Blumen in Schulen, Kindergärten und öffentlichen Einrichtungen soll ein deutliches Signal für gerechte Handelsketten, Preise und für gerechten Lohn und gegen Ausbeutung gesetzt werden.

Dazu soll eine Steuerungsgruppe ins Leben gerufen werden, fünf Geschäfte, drei Gastronomiebetriebe, Schulen, Kindergärten und Kirchen müssen dabei sein, damit es mit der Zertifizierung klappt. Deutschlandweit sind bereits 86 Städte "Fair Trade Towns".

Skeptiker unter den Stadtverordneten bezweifelten in der letzten Sitzung indes die Effizienz der Maßnahmen und befürchten Mehrkosten. Insgesamt wurde dem entsprechenden Antrag von SPD und Grünen im Stadtparlament mehrheitlich zugestimmt.

Befremden über das Abstimmungsverhalten von CDU, FW und FDP beim Antrag im Stadtparlament in der letzten Stadtverordnetenversammlung  äußert derweil der Vorstand von "Bündnis90/ Die Grünen”. 

Nach einer bis dato sachlichen Diskussion habe die Stadtverordnete Merhoff (CDU) gesammelte Werke aus dem Internet vorgetragen, die Fairtrade- Organisationen in die Nähe von kriminellen und korrupten Vereinigungen stelle. Durch diese nicht abgesicherten Aussagen diskreditiere sie die Arbeit von vielen ehrenamtlich tätigen Bürgern, z.B. die der "Eine Welt Initiative" in Korbach. "Wäre Frau Merhoffs Meinung eine einzelne Stimme gewesen", so die Sprecherin der Korbacher Grünen, Heike Kramer, "hätten wir dies vielleicht noch als individuelle Schieflage verstanden. Doch die Mehrheit der vermeintlich "bürgerlichen" Stadtverordneten von CDU, FW und FDP zeigte mit seinem Abstimmungsverhalten, dass sie diese Meinung unterstützt."

Wie ein Hohn wirke es aus Sicht der Grünen dann, dass die CDU einen Antrag auf Anerkennung der Stadt Korbach als Hansestadt stellte." Die Hanse war ein Verbund von ehrbaren Kaufleuten", so Werner Welsch, Sprecher der Korbacher Grünen." Sie stehe für ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein für das eigene Unternehmen, für die Gesellschaft und für Weltoffenheit." Diese mittelalterlichen kaufmännischen Tugenden ähneln stark dem Fair- Trade Gedanken von heute ."

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