Fast doppelt so viele Einsätze für Feuerwehren im Wolfhager Land

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Goldene Brandschutzehrenzeichen für 40 Jahre im aktiven Dienst bei den Feuerwehren im Verband Wolfhager Land. Foto: ma

Der Feuerwehren des Wolfhager Landes zogen Bilanz bei der Verbandsversammlung, die zum 90-Jährigen Bestehens der Ortsteilwehr in Ehringen stattfand.

Volkmarsen/Wolfhagen. Das viele Bürger nachts ruhig schlafen können ist auch ein Verdienst, des Feuerwehrverbandes des Wolfhager Landes. Das wurde bei der Verbandsversammlung deutlich, die diesmal anlässlich des 90-Jährigen Bestehens der Ortsteilwehr in Volkmarsen-Ehringen stattfand.

"Alle Wehren unseres Verbandes haben auch im vergangenen Jahr wieder deutlich gemacht, dass sich unsere Bürger auf die gute Ausbildung, Schlagkraft und Einsatzwillen verlassen können", so das Fazit von Verbandsvorsitzendem Georg Huber. Mit ihren 918 Aktiven (14 mehr als 2014) sorgten die freiwilligen Feuerwehrleute des Verbandes im vergangenen Jahr für schnelle Hilfe bei 538 Einsätzen, darunter 37 Bränden. Eine Zahl die sich gegenüber 2014 nahezu verdoppelte. Was nicht zuletzt auch an Unwetterlagen festzumachen ist.

Die Wichtigkeit der 29 dem Verband angeschlossenen Wehren unterstrich Innenminister Peter Beuth, der zugleich versprach die Feuerwehren auch in Zukunft breit aufzustellen. Im Gepäck hatte er dazu nicht nur zwei Zuwendungsbescheide von je 500 Euro für den Kreisverband und die gastgebende Freiwillige Feuerwehr Ehringen, sondern gab einen Überblick über 1300 Bewilligungen mit denen Hessen in den vergangenen zehn Jahren die Feuerwehr gut ausstattete.

Rund 100 Millionen Euro seien dabei investiert worden. "Doch das ist auch ein Fluch, der guten Tat", wie der Innenminister betonte. Zuvor hatte Kreisbrandmeister Christian Fischer bemängelt, dass der Bund "mäßig" den Katastrophenschutz ausstatte. Beuth erklärte: "Der Bund sieht Hessen im Katastrophenschutz gut aufgestellt, weil das Land soviel in die Ausstattung investierte." Deswegen falle die Ausstattung mit Bundesfahrzeugen geringer aus.

Beuth ist sich aber auch im Klaren, das in Zukunft in die Menschen investiert werden muss. Ausbildung, Förderung und Qualität seien dabei die Grundlagen. Das gilt auch im Nachwuchsbereich. Bei der Werbung um den Nachwuchs ist mittlerweile eine breite Anstrengung gefordert. Alle bisherigen Kampagnen brachten nichts und die Jugendfeuerwehren verzeichnen immer weniger Mitglieder. Das soll sich mit "Captain Firefighter" und "Hydro-Girl" ändern, Helden, welche bei der Zielgruppe der 8- bis 12-Jährigen im Trend liegen. 360.000 Euro kostete die neue Kampagne. Die lässt sich nun individuell auf jede Feuerwehr zuschneiden und mit regionalen Logos versehen. Allerdings müssen die weiteren Kosten dafür von den zuständigen Kommunen und Landkreisen getragen werden.

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