Fast ein kleines Wunder: Bad Wildunger überlebt 20 Minuten Reanimation ohne Schaden

Waldemar Schewalje fühlt sich überhaupt nicht gut. Etwas stimmt ganz und gar nicht. Seine Frau ist besorgt, will den Notarzt rufen, aber ihr Mann macht sich selbst auf den Weg ins Krankenhaus.

Bad Wildungen - Er lebt in Bad Wildungen, nur wenige Minuten der Asklepios Stadtklinik entfernt. In der dortigen Notaufnahme angekommen, wird er in den EKG Untersuchungsraum gebracht. Das weiß Waldemar Schewalje noch. Danach fehlt ihm jede Erinnerung. Aufgewacht ist er ein paar Tage später auf der interdisziplinären Intensivstation.

„Das erste Gesicht, das ich sah, war das von Dr. Iovanovici. Ich kannte Ihn bereits von früher“, berichtet Herr Schewalje. „Der Oberarzt fragte mich, ob ich wisse, wer er sei. Ich antwortete mit einem schwachem „Ja“. Dann fing Dr. Iovanovici vor Freude fast zu tanzen an.“ Schließlich musste bei der vorangegangenen Notfall-Reanimation mehr als 20 Minuten um das Leben des Patienten gekämpft werden.

„Er wird voraussichtlich keine bleibenden Schäden davontragen, was – angesichts der Tatsache, dass er so einen schweren Herzanfall erlitten hat und lange reanimiert werden musste – fast ein kleines Wunder, vor allem aber dem großartig agierenden Team zu verdanken ist“, bestätigt Dr. Dieter Puplat, Sektionsleiter der kardiologischen Abteilung an der Stadtklinik. „Daher ist es auch verständlich, dass alle Beteiligten erleichtert sind und sich sehr für Ihn und seine Familie gefreut haben.“

Für Waldemar Schewalje ging es nach seinem akutstationären Aufenthalt in die Asklepios Fachklinik Fürstenhof zur Rehabilitation. „Kaum war ich zuhause, konnte ich schon die Kur antreten. Und das quasi direkt vor meiner Haustür. Das ist schon gut gelaufen“, ist er erleichtert. Mittlerweile ist er wieder zu Hause und hat sehr von den Angeboten vor Ort profitiert. „Ich kann wieder durchatmen. Ein bisschen Schmerzen habe ich noch im Oberkörper, aber das kommt von der Reanimation. Es ist gut, dass mir gleich geholfen werden konnte.“

Dr. Ulf Jonas, Chefarzt der Kardiologie im Fürstenhof, bestätigt: „Herr Schewalje ist ein schönes Beispiel dafür, was integrierte Versorgung aus einer Hand alles möglich macht. Die Vernetzung und Kompetenz aller Beteiligten hat dazu beigetragen, dass wir Herrn Schewalje nun wieder in sein häusliches Umfeld entlassen können.“

Rubriklistenbild: © Foto: MEV

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