FDP-Spitzenkandidat Rock: Kita-Politik ist "plumpes Wahlgeschenk"

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FDP-Mann René Rock hat für die derzeitige Kita-Politik von schwarz-grün nicht viel übrig.

Themen wie die Qualifizierte Schulvorbereitung oder das Kinder-Sprachscreening standen beim Besuch René Rocks in der Kita Röddenau auf der Agenda. Dabei kritisierte er auch die schwarz-grüne Landesregierung.

Frankenberg. Im Gespräch mit der Leiterin der Kindertagesstätte Gudrun Keim, Grundschulleiterin Heike Ernst und Fachlehrerin Katharina Brössel informierte sich René Rock, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, über die Ergebnisse der Qualifizierten Schulvorbereitung (QSV) von 2012 bis 2014, die Erfahrungen mit dem Kinder-Sprachscreening (KiSS) und über Unterstützungsmöglichkeiten durch die Politik.

Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß, Heinrich Heidel, stellv. Fraktionsvorsitzender der FDP im Kreistag sowie die Stadtverordnete Sabine Debus und Ortsvorstandsmitglied Heinz Debus nahmen ebenfalls am Besuch teil. „Es ist für mich wirklich beeindruckend, was für eine Zusammenarbeit zwischen der Kita und der aufnehmenden Grundschule in Röddenau durch die QSV-Initiative entstanden ist. Diese Brücke über das Spannungsfeld Kita und Schule ist so wichtig für einen guten Schuleintritt der Kinder“, sagte Rock und bemängelte gleichzeitig, dass die schwarz-grüne Landesregierung das Projekt nicht fortführte.

Er lobte, dass neben den beiden Bildungseinrichtungen auch die Eltern als echte Partner stets in gemeinsame Veranstaltungen und Programme involviert seien. Deshalb wolle die FDP in Hessen auch darauf drängen, „dass Kitas wie Ihnen die Ressourcen zur Verfügung gestellt werden, die Sie für Ihre Arbeit brauchen.“ Der Spitzenkandidat der freien Demokraten für die Landtagswahl 2018 fand jedoch noch mehr kritische Worte für die derzeitigen Führungsparteien: „Wenn es CDU und Grünen wirklich um gute frühkindliche Bildung ginge, dann hätten sie auf das plumpe Wahlgeschenk komplett kostenfreier Kindertagesstätten verzichtet und stattdessen das Geld für Personal aufgewendet. 7.500 zusätzliche Fachkräfte hätten eingestellt werden können.“

Auch der Landesrechnungshof sieht den Plan der Landesregierung, jedem Kind drei Jahre lang sechs Stunden pro Tag gebührenfrei den Kindergartenbesuch zu ermöglichen, kritisch. Denn Kommunen, in denen die Kita-Gebühren den von der Landesregierung veranschlagten Wert von 136 Euro übersteigen, müssen die Differenz künftig selbst bezahlen, was zu Personalkürzungen führen könne.

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