Feuerwehr baut sich selbst ein Löschfass gegen drohende Waldbrände

Mitglieder der Feuerwehr in Twistetal-Berndorf haben die Coronazeit sinnvoll genutzt und ein ehemaliges Güllefass zu einem „Feuerwehr-Löschfass“ umgebaut.

Twistetal - Ein Flächenbrand im vergangenen Jahr bei Twiste hatte es deutlich gemacht, wie schnell sich ein Feuer bei entsprechender Trockenheit ausbreitet und dann auf Wälder übergreifen kann. Solche Einsatzstellen befinden sich meistens weit entfernt vom Hydrantennetz bzw. von offenen Gewässern und erfordern den Einsatz von mehreren wasserführenden Löschfahrzeugen.

Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Berndorf haben darum ein ehemaliges Güllefass mit einem Fassungsvermögen von 4.000 Litern in circa 50 Arbeitsstunden zu einem „Feuerwehr-Löschfass“ umgebaut, um bei Wald- oder Flächenbränden demnächst zusätzliches Löschwasser an die Einsatzstelle zu bekommen.

Damit das Löschfass einsatzfähig wurde haben Andre Schramme, Nico Lange, Paul Wilke, Kai Wäscher, Tobias Westmeier, Tobias Emde, Rouven Emde und Marc Wäscher rund 50 Arbeitsstunden investiert.

Vereinsmitglied Friedrich Heinemann stellte das Fass zur Verfügung. Die Feuerwehrleute bildetenanschließend Zweierteams, die dann mit dem nötigen Abstand, das Fass auf die nötigen Erfordernisse der Feuerwehr umbauten. Neben der Reinigung und einigen Reparaturen wurde der Anschluss für Feuerwehrkupplungen angebaut sowie eine Aufbewahrungskiste für Feuerwehrmaterial angebracht.

Nötiges Equipment ist auch am Fass angebracht.

Für die Umbauten stellte die Firma Metallbau Scheele Material und Räumlichkeiten zur Verfügung. Die Aufschrift sponserte die Firma Werbetechnik Fingerhut aus Korbach.

Im Einsatzfall wird künftig über Telefon ein leistungsstarker Trecker organisiert, der dann im Pendelverkehr, zusätzlich zu den alarmierten Löschfahrzeugen, die Wasserversorgung an entlegenen Einsatzstellen sichern soll, so die Feuerwehr.

Das Löschfass kann und soll für alle Twistetaler Ortsteile genutzt werden. Zusätzlich zum neuen Löschfass kann die Feuerwehr bei Bedarf auf einen weiteren, privaten Anhänger zugreifen, dessen Fassungsvermögen bei 15.000 Liter liegt.

Rubriklistenbild: © Foto: FFW Berndorf

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