Fotos und Materialien über die Korbacher Nachkriegszeit gesucht

Korbach Ende der 1950er Jahre, Geschwisterpaar mit Puppenwagen in der Briloner Landstraße.
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Korbach Ende der 1950er Jahre, Geschwisterpaar mit Puppenwagen in der Briloner Landstraße.

Für ein neues Buch "Korbach entdecken. Nachkriegszeit und Wirtschaftswunder" wird Unterstützung benötigt: Wer hat Fotos, Zeitschriften oder Plakate, die das Lokal- und Zeitkolorit widerspiegeln?

Korbach -Wussten Sie, dass es in Korbach nach dem Zweiten Weltkrieg eine Pferdemetzgerei, einen Schwarzmarkt und eine Tauschzentrale gab, Milch und Butter zum Teil noch mit dem Wagen vor die Haustür gebracht wurden, Pferdefuhrwerke die Kohlen brachten und so manche Familie nicht über ein eigenes Bad oder eine eigene Toilette verfügt hat?

Es grenzt heute an ein Wunder, wie sich die Menschen Korbachs den Problemen der Nachkriegszeit stellten. Nicht wenige haben anfangs gehungert, gefroren, sich mit nur einem Paar Schuhe begnügt. So mancher war von Flucht oder Vertreibung betroffen. Während am 29. März 1945 mit dem Einmarsch der Amerikaner in Korbach der Krieg beendet war, wurde in vielen Gebieten Deutschlands noch gekämpft. Korbach ging daran, eine Gesellschaft unter neuen Vorzeichen aufzubauen. Später, als die Wirtschaft sich erholte, bestaunte man die Erzeugnisse der Nachkriegsindustrie, verfolgte die Erfolgsgeschichte des VW-Käfers oder war stolz auf ein eigenes Fahrrad oder Auto. Jugendliche lasen Comics, hörten Rockmusik, trugen Blue-Jeans und genossen die Freiheit einer Friedens- und Konsumgesellschaft.

Jahrzehnte sind seitdem vergangen. Die Welt hat sich grundlegend verändert. Wie war es damals in Korbach? Wie sah der Alltag aus, wodurch wurde er geprägt? Eine Antwort darauf soll das Buch „Korbach entdecken. Nachkriegszeit und Wirtschaftswunder“ geben.

Dazu wird Unterstützung benötigt: Wer hat Fotos, Zeitschriften oder Plakate, die das Lokal- und Zeitkolorit widerspiegeln? Wer weiß etwas über die Zeit von 1945 bis 1960 zu berichten? Gestalten Sie mit! Sie sind eingeladen, Ihre erlebten Geschichten zu erzählen, damit die Erinnerungen an diese Zeit nicht verloren gehen.

Wer Materialien oder Ideen hat, wendet sich an das Stadtarchiv Korbach Tel. 05631/5015987) oder die Alte Landesschule unter E-Mail lilienthal@alte-landesschule.de. Entstehen soll ein abwechslungsreicher Band, reich bebildert, zum Lesen und Schmökern für Jung und Alt.

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