Willingen feiert beim Weltcup Skispringen den Ausnahmezustand: Auch Sven Hannawald gratuliert

Weltcup Skispringen Publikum 2020
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Szene vom Weltcup Skispringen in Willingen am 8. Februar 2020.
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Szene vom Weltcup Skispringen in Willingen am 8. Februar 2020.
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Szene vom Weltcup Skispringen in Willingen am 8. Februar 2020.

Es war ein großer Tag für Stephan Leyhe und seinen Heimatort Schwalefeld, der in einer langen Nacht an verschiedenen Orten gefeiert wurde.

Willingen. Das Epizentrum der Feierlichkeiten soll wieder einmal die Küche im Hause Leyhe gewesen sein, die schon einige spontane Medaillenfeiern erlebt hatte. Übrigens: Stephans Mama war während der Party an der Schanze wieder im Keller zum Bügeln verschwunden und hatte dort immer wieder verstohlen einen Blick auf den Liveticker geworfen, meldet der Ski-Club.

Vater Volker im Stadion konnte sich vor Glückwünschen nicht retten: „Die Leute auf der Tribüne sind schwer über mich hergefallen.“ Er habe zunächst vor lauter Jubel nichts mehr sehen können. Unter den „Free Willis“, die über 1.400 freiwilligen Helfer des Ski-Clubs, kämpften einige mit den Tränen oder heulten gleich „Rotz und Wasser“. Gefühlt hat jeder in der Region die Nachricht geteilt oder gepostet.

Sogar Sven Hannawald zog den Hut vor dem 28-Jährigen: „Willingen ist einfach Willingen und mit dem Sieg von Stephan Leyhe war es ein Tag, den niemand vergessen wird. Auch ich nicht.“ Damit schloss sich ein Kreis. Denn die erste Schanzen-Begegnung von „Hanni“ und Stephan war am Wochenende genau 17 Jahre her. Als Kinder-Reporter des „Tigerenten Club“ hatte der damals elfjährige Leyhe mit einem Mikrofon bewaffnet die Aufgabe, die aktiven Sportler mit seinen Fragen zu löchern. An der Mühlenkopfschanze schnappte sich der skisprungbegeisterte Youngster dann keinen geringeren als Hannawald. „Was ist so toll am Skispringen?“, fragte Leyhe damals. Der Olympiasieger und erstmalige Tournee-Vierfachsieger antwortete in aller Kürze: „Probier‘ es einfach mal aus.“

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