Frankenberg: Minderjähriger flüchtet mit Pkw vor Polizei

Symbolfoto.
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Symbolfoto.

Ein 16-Jähriger ist über die B253 und durch Röddenau vor der Polizei geflüchtet, bevor die Fahrt mit einem Unfall auf Heuballen endete.

Frankenberg. Eine aufmerksame Verkehrsteilnehmerin hat der Polizei Frankenberg am Dienstag gegen 16.30 Uhr mitgeteilt, dass sie ein Fahrzeug mit schlecht lesbarem Kennzeichen und ohne Plakette auf der Bundesstraße 253 in Höhe Laisa in Richtung Frankenberg fahren gesehen habe. Eine Streife der Polizeistation Frankenberg machte sich sofort auf den Weg und stellte sich an der Bundesstraße auf, um das Fahrzeug anzuhalten.

Kurze Zeit später passierte ein Opel Corsa mit dem genannten Kennzeichen den Streifenwagen. Die Polizisten setzten sich hinter das verdächtige Fahrzeug und folgten diesem auf der Bundesstraße. Hierbei konnte festgestellt werden, dass der Pkw beschleunigte. Vermutlich wollte der Fahrer einen größeren Abstand zum Streifenwagen bekommen.

Bei der Auffahrt nach Röddenau verließ der Pkw die Bundesstraße und befuhr die Battenberger Straße in Richtung Röddenau. Der Fahrer missachtete das Anhaltesignal der Polizei und beschleunigte auf etwa 120 km/h.

Mit dieser Geschwindigkeit fuhr der Pkw trotz des starken Schneefalls in die Ortslage Röddenau ein. Die Polizeibeamten schalteten Blaulicht und Martinhorn dazu, um andere Verkehrsteilnehmer zu warnen, hielten aber Abstand zum flüchtigen Pkw, um den Fahrer nicht zu riskanten Fährmanövern zu provozieren. In der Ortslage führte die Verfolgungsfahrt über die Mühlenstraße, Am Niedenfeld und wieder auf die Frankenberger Straße zurück. Hier bog der Pkw nach rechts auf die L3073 in Richtung Kreisel ab.

Auf diesem Streckenabschnitt überholte der Pkw-Fahrer mehrere Fahrzeuge in verkehrsgefährdender Weise, weswegen es beinahe zu einem Zusammenstoß im Gegenverkehr gekommen wäre. Beim Gegenlenken verlor der Fahrer die Kontrolle über den Pkw, kam von der Fahrbahn ab, setzte im Straßengraben auf und landete auf etwa zehn Meter entfernten Heuballen.

Direkt nach der Landung öffnete sich die Fahrertür und eine männliche Person flüchtete in Richtung Röddenau. Die Polizeibeamten hörten Hilferufe aus dem verunfallten Auto und stellten fest, dass noch zwei jugendliche Mädchen im Auto saßen. Diese standen unter Schock, waren aber unverletzt.

Nach kurzer Verfolgung konnte der Pkw-Fahrer von den Polizeibeamten festgenommen werden. Es handelte sich um einen 16-jährigen Frankenberger, der sich nun wegen mehrerer Verkehrsdelikte verantworten muss. Da bei der Durchsuchung des Pkw Betäubungsmittel entdeckt wurden, muss der Jugendliche auch mit einer Anzeige wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetzt rechnen. Nur durch Zufall und die gute Reaktion anderer Verkehrsteilnehmer wurde durch das waghalsige Verhalten des Minderjährigen niemand verletzt.

Die Ermittlungen zur Herkunft des Pkw und der Kennzeichen laufen noch. Es entstand Sachschaden in Höhe von 1.000 Euro.

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