Frankenberg setzt Luftfilter in Kitas ein

Alles im blauen Bereich: Mobile Luftfilter sorgen in den Kitas für mehr Sicherheit.
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Alles im blauen Bereich: Mobile Luftfilter sorgen in den Kitas für mehr Sicherheit.

Um den Betrieb möglichst sicher zu gestalten, sind in den städtischen Kitas in Frankenberg bereits seit Oktober in allen Gruppenräumen mobile Luftfilter im Einsatz.

Frankenberg. Die Coronalage stellt viele Menschen, Einrichtungen und Betriebe vor große Herausforderungen. Immer wieder ist der Umgang mit den Kindertagesstätten in der Diskussion. Auch nach den neuesten Beschlüssen der Bundes- und Landesregierung bleibt es in Hessen beim aktuellen Modell: Die Kindertagesstätten sind grundsätzlich geöffnet, Eltern sind aber aufgerufen, ihre Kinder nach Möglichkeit zu Hause zu betreuen.

Um den Betrieb möglichst sicher zu gestalten, sind in den städtischen Kitas in Frankenberg bereits seit Oktober in allen Gruppenräumen mobile Luftfilter im Einsatz. Diese ergänzen die jeweiligen Lüftungs- und Hygienekonzepte. Wolfgang Danzeglocke, Leiter des zuständigen Fachbereichs bei der Stadt, betont: „Es geht zu jeder Zeit darum, wie wir sowohl die Kinder wie auch unser Personal optimal schützen. Unter diesem Aspekt haben wir für die Kitas die Luftfilter angeschafft, mit denen wir auch in den Konferenzräumen in der Verwaltung sehr gute Erfahrungen gemacht haben.“

Das Land Hessen unterstützt jetzt alle Kitas über das neue Programm „Schutzmaßnahmen an Schulen und Kitas“ mit Fördermitteln. Bis zu drei Viertel der Kosten für Geräte, Material oder Baumaßnahmen werden vom Land erstattet. Die Verteilung der Mittel erfolgt über die Stadt, profitieren können aber alle Kitas, nicht nur die kommunalen. „Die Regelung gilt rückwirkend ab Oktober 2020, so können die bereits umgesetzten Maßnahmen zum Teil refinanziert werden. Wir haben auch die freien Träger schon über das Programm informiert“, bestätigt Marion Schultz von der Stadtverwaltung. Förderfähig sind unter anderem Anschaffungen von Schutzmasken, Reinigungs- und Desinfektionsmittel, Geräte wie mobile Luftfilter und CO2-Messgeräte, Absperrband und alles was den Zugang zur Einrichtung regelt, sogar nötige Baumaßnahmen.

Die Belegung der städtischen Kitas liegt momentan im Schnitt zwischen 30 und 40 Prozent im Vergleich zum Normalbetrieb. In Geismar kommen aktuell 18 von eigentlich 75 Kindern in den Kindergarten. „Je mehr Kinder es sind, desto schwieriger wird es, alle Maßnahmen richtig umzusetzen“, sagt Kita-Leiterin Nicole Nolte. „Wir sind froh, dass wir die Luftfilter haben, sie vermitteln uns ein gutes Gefühl. Auch die Kinder achten inzwischen eigenständig auf die Anzeige der Geräte.“ Die Luftfilter ersetzten aber das regelmäßige Lüften und andere Maßnahmen nicht. „Das wird alles zusätzlich gemacht.“ Bisher habe es in der Kita Geismar noch keine Coronafälle gegeben. „Ich hoffe, dass das auch 2021 so bleibt,“ so Nolte.

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