Die Freiwillige Feuerwehr Bad Arolsen ist ausgezeichneter Integrationshelfer

Im Rahmen der Landeshelferparty in Kassel hat Innenminister Peter Beuth den Integrationspreis Brandschutz auch an die Freiwillige Feuerwehr Bad Arolsen verliehen.

Bad Arolsen - Die Freiwillige Feuerwehr Bad Arolsen engagiert sich bereits seit Jahren für die Einbindung von Menschen mit Migrationshintergrund. Unter dem Motto „Gemeinsam wird es bunter“ stellen die Brandschützer aus Bad Arolsen ihre Maßnahmen zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in die Feuerwehr.

Einen Baustein bilden dabei neben der Zusammenarbeit mit dem Ausländerbeirat auch die ehrenamtlichen Helfer mit Migrationshintergrund. Besonders während der Flüchtlingswelle in den Jahren 2015 und 2016 waren sie wichtige Ansprechpartner sowohl für die Feuerwehr als auch für die geflüchteten Menschen. Durch ihr besonderes Engagement konnten Barrieren ab- und interkulturelle Kompetenzen aufgebaut werden. Neben den bereits aktiven Kameraden aus Belgien und Russland wurden so auch weitere aus Kasachstan und Syrien gewonnen.

Die Brandschützer erhielten die Auszeichnung für ihr herausragendes Engagement bei der Information von Menschen mit Migrationshintergrund über das Feuerwehrwesen in Hessen und deren Integration in die Feuerwehren selbst.

Auch der Vogelsbergkreis (erhielt den Preis für Schulungen zum Thema Feuerwehr im Rahmen von Sprachkursen für Zugewanderte) und die Jugendfeuerwehr Frankfurt-Griesheim (Preis für Projekt „Mehr Feuerwehr in die Schule“, um Kinder mit Migrationshintergrund für die Arbeit in der Jugendfeuerwehr zu begeistern).

Innenminister Peter Beuth: „Die diesjährigen Integrationspreisträger sind Aushängeschilder für das gesellschaftliche Engagement der Feuerwehren in Hessen, das weit über die originäre Aufgabe der Gefahrenabwehr hinausgeht. Vielmehr sind die Freiwilligen Feuerwehren in unserem Land und die Werte, die sie verkörpern, für unser gesellschaftliches Zusammenleben von zentraler Bedeutung. Sie sind das Bindeglied in unseren Städten und Gemeinden und prägen – getragen vom Gedanken des ehrenamtlichen Engagements – unser Zusammenleben wie kaum eine andere Institution. Die Vielfalt unserer Gesellschaft sollte sich deshalb auch in einer Vielfalt im Ehrenamt niederschlagen. Daran arbeiten die ausgezeichneten Wehren und sind damit herausragende Vorbilder für die Feuerwehren im ganzen Land.“

Der Integrationspreis ist mit jeweils 3.000 Euro dotiert, insgesamt werden 9.000 Euro ausgeschüttet. Die Preisverleihung war in diesem Jahr Teil der Landeshelferparty im Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel. Mit dem Fest bedankt sich das Land für den großartigen Einsatz der freiwilligen Helferinnen und Helfer im Brand- und Katastrophenschutz.

„Das Engagement, das die rund 80.000 Feuerwehrangehörigen und Helfer im Katastrophenschutz in Hessen an den Tag legen, kann gar nicht hoch genug geschätzt werden. Ihr ehrenamtlicher Einsatz zu jeder Tages- und Nachtzeit ist für die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Bürgerinnen und Bürger sowie für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft von unschätzbarem Wert. Deshalb besitzt die Würdigung des Ehrenamtes durch Anerkennungsprämie und Ehrungen neben der Förderung der Einsatzkräfte mit Ausstattung, Ausbildung und Material besondere Priorität“, so der Innenminister.

Die Integrationskampagne ist vom Ministerium gemeinsam mit dem Landesfeuerwehrverband im Jahr 2016 ins Leben gerufen worden. Neben den Preisverleihungen beinhaltet sie auch die Schulung von Feuerwehrangehörigen im Bereich der interkulturellen Kompetenz sowie deren Ausbildung zu „Interkulturellen Beratern“.

Dazu bietet die Hessische Landesfeuerwehrschule zwei aufeinander aufbauende zweitägige Seminare an. Mittlerweile wurden hessenweit rund 70 Interkulturelle Berater ausgebildet, weitere rund 100 Feuerwehrangehörige besuchten die Seminare zur Vermittlung von interkultureller Kompetenz. Das Innenministerium fördert die Arbeit der Interkulturellen Berater auch finanziell.

Rubriklistenbild: © Foto: Althaus

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