Führungswechsel bei der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg

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Der neue Vorstand der Kreishandwerkerschaft (hintere Reihe v.l.): Fritz Faupel, Jörg Engelhard, Guido Kalbe, Dimitri Demmer-Koutroulis, Hauptgeschäftsführer Gerhard Brühl, Geschäftsführer Kai Bremmer; vordere Reihe: Frank Maurer, Ulrich Mütze, Matthias Pfeil, Dirk Weber und Willi Mitze.

„Kapitänswechsel“ an Bord der Kreishandwerkerschaft. Karl-Heinz Göbel übergibt nach 18 Jahren als Kreishandwerksmeister den Vorstandsvorsitz an seinen bisherigen Stellvertreter Ulrich Mütze aus Frankenberg ab.

Korbach. Die Interessen der rund 2.000 selbständigen Handwerker, die in 12 Innungen organisiert sind, werden künftig vom Obermeister der Bau-Innung Waldeck-Frankenberg Ulrich Mütze vertreten.

Ihm zur Seite stehen die stellvertretenden Kreishandwerksmeister Jürgen Weste, Bad Wildungen, Fritz Faupel, Wega und Guido Kalbe aus Korbach. Um den Bereich Lehrlingsausbildung kümmert sich kreisweit künftig Frank Maurer aus Frankenberg als Kreislehrlingswart.

Karl-Heinz Göbel, der seit 1996 dem Vorstand der Kreishandwerkerschaft angehörte und 1999 den Vorsitz übernahm, wurde mit lang anhaltendem Applaus zum Ehrenkreishandwerksmeister gewählt und das Sitzungszimmer im Haus des Handwerks in „Karl-Heinz-Göbel-Raum“ unbenannt.

Die Amtszeit von Karl-Heinz Göbel war geprägt durch den Aufbau des Berufsförderungswerks des Handwerks, das heute einen bunten Strauß an Bildungsmaßnahmen im Berufsbildungszentrum in Korbach durchgeführt. Göbel ist weiterhin Gründungsvater der Waren- und Dienstleistungsgenossenschaft des Handwerks, das die Innungsbetriebe in Waldeck-Frankenberg mit einer Vielzahl von Serviceleistungen versorgt.

In seiner Amtszeit entstanden besonders wirtschaftliche Einrichtungen des Handwerks, die heute dabei helfen, die Gesamtorganisation zu tragen. So ist die Kreishandwerker-schaft heute ein regional bedeutender Anbieter von Beratungsdienstleistungen im Bereich Arbeitssicherheit und Baustellenkoordination. Unter Federführung von Karl-Heinz Göbel wurden die Gütegemeinschaft Top-Ausbildungsstelle und der Hessencampus Waldeck-Frankenberg ins Leben gerufen.

Göbel setzte sich besonders für ein partnerschaftliches Verhältnis zur den Beruflichen Schulen in Korbach und Frankenberg ein und suchte die Gespräche mit den wichtigen Netzwerkpartnern, allen voran den Landkreis Waldeck-Frankenberg und die Kommunen im Landkreis. Hierbei war ihm die mittelstandsfreundliche Vergabe von Bauaufträgen besonders wichtig sowie ein funktionierender Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft des Landkreises. Künftig will Karl-Heinz Göbel mehr Zeit mit Reisen verbringen.

Ulrich Mütze, 58-jähriger Bauunternehmer aus Frankenberg hat viele Jahre Erfahrung im Ehrenamt über die Bau-Innung Waldeck-Frankenberg, deren Obermeister er seit vielen Jahren ist. Sein Schwerpunkt liegt in der politischen Interessenvertretung des selbständigen Handwerks und in der Förderung der Berufsausbildung in den Betrieben sowie in den Bildungseinrichtungen des Handwerks in Korbach, Bad Arolsen und Frankenberg. Dabei liegen ihm die Integration von geflüchteten Menschen und Menschen aus anderen Herkunftsländern besonders am Herzen, was durch die Entgegennahme des Integrationspreises des Landes Hessen für das Projekt Flüchtlinge und Asylbewerber ins Bauhandwerk durch Ulrich Mütze im Frühjahr dieses Jahres dokumentiert wird.

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