Gedenktag für Flucht und Vertreibung gefordert

Waldeck-Frankenberg. In einer gemeinsamen Sitzung der CDU-Kreisspitze mit Vertretern des Bundes der Vertriebenen wurden die Anliegen und die Projekte

Waldeck-Frankenberg. In einer gemeinsamen Sitzung der CDU-Kreisspitze mit Vertretern des Bundes der Vertriebenen wurden die Anliegen und die Projekte des BdV im Landkreis Waldeck-Frankenberg besprochen. BDV-Kreisvorsitzender Manfred Kreuzer und weitere Vertreter seines Verbandes informierten über die Arbeit im Landkreis, zu der unter anderem regelmäßige Treffen, die Ausrichtung des jährlichen "Tages der Heimat", Sommerfeste und die Organisation von öffentlichen Ausstellungen gehört. Ebenso setzt sich der BdV für den Erhalt von Gedenkstätten für die Vertreibung ein. Diese Ehrenmale sind u.a. in Korbach, Bad Arolsen, Frankenberg und Vöhl-Marienhagen zu finden. Alljährlich stehen auch Seminarfahrten, z. B. nach Oberschlesien im Vorjahr und in die deutschen Siedlungsgebiete in der Slowakei im Jahr 2013, an. Die Dienststelle des BdV bietet wöchentliche Sprechtage zur Aussiedlerbetreuung an.

Ebenso machte Manfred Kreuzer auf die vom 01.10. bis 09.11.13 im Foyer des Kreishauses zu sehende Wanderausstellung "Die Gerufenen" vom Zentrum gegen Vertreibung aufmerksam. Manfred Kreuzer: "Den Besuch der Ausstellung legen wir insbesondere auch Schulklassen ans Herz." Ziel sei es, die öffentliche Wahrnehmung des BdV zu verbessern und die Geschichte von Flucht und Vertreibung wach zu halten, zumal die Schulen vom Hessischen Kultusministerium eine Lehrerhandreichung zum Thema "Umsiedlung, Flucht und Vertreibung der Deutschen" erhalten hätten.

Angesprochen von den BdV-Vertretern wurde auch die Aufstockung der finanziellen Mittel des Landkreises für den BdV-Kreisverband sowie die Schaffung eines Gedenktages für Flucht und Vertreibung. MdL Armin Schwarz: "Bereits im September 2012 hatte die CDU-Landtagsfraktion beantragt, dass sich die Hessische Landesregierung bei der Bundesregierung dafür einsetzt, einen nationalen Gedenktag für Flucht und Vertreibung zu schaffen."

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