Hessen empfiehlt Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern abzusagen wegen Coronavirus 

Nach einer neuen Risikobewertung empfiehlt nun auch Hessen Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern abzusagen. Die Gewerbeschau in Volkmarsen wurde gestern Abend abgesagt.

Waldeck-Frankenberg. Vorsorglich wurden die für den 21./22. März geplante Gewerbeschau in Volkmarsen und der Kinderbasar samt DKMS Typisierungsaktion am 14. März im Nordkreis benachbarten Brilon-Hoppecke abgesagt.

In Volkmarsen wird nach einvernehmlicher Festlegung aller angemeldeten Teilnehmer und aus Gründen des vorausschauenden Gesundheitsschutzes die geplante Gewerbeschau abgesagt. Die Veranstalter und die Standbetreiber haben sich diese Entscheidung nicht leichtgemacht, sehen sie doch vor diesem Hintergrund der Gefahr für die Gesundheit der Besucher und Teilnehmer momentan keine andere Lösungsmöglichkeit, teilen Bürgermeister Hartmut Linnekugel, Dieter Wiebusch (Unternehmerunde) und Markus Kremper (Gewerbeschau-Organisator) gemeinsam mit.

Der Basar in Brilon-Hoppecke soll auf den 9. Mai 2020 verschoben werden.

Nach einer neuen Risikobewertung empfiehlt nun die Hessische Landesregierung Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern abzusagen.

Hintergrund: Die italienische Regierung hat am späten gestrigen Abend Ein- und Ausreisesperren für das gesamte Staatsgebiet verhängt und insbesondere alle Skigebiete geschlossen. Auch das Robert-Koch-Institut hat Italien als Risikogebiet eingestuft. Dies macht eine neue Risikobewertung notwendig. Wie unser Nachbarland Rheinland-Pfalz empfiehlt das Hessische Ministerium für Soziales und Integration daher allen Veranstaltern und Gesundheitsbehörden, Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern abzusagen.

„Angesichts der jüngsten Entwicklungen in Italien und des aktuellen Verlaufs der SARS-CoV-2-Infektionen lässt sich die Gefahr einer Virusübertragung bei großen Menschenansammlungen, insbesondere in geschlossenen Räumen, nicht sicher beurteilen. Hessen hat deshalb heute entschieden, Veranstaltern und Gesundheitsbehörden ebenfalls die Absage solcher Veranstaltungen zu empfehlen, auch Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen haben dies angekündigt“, erläutert Kai Klose, Hessischer Minister für Soziales und Integration. „Wenn Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus vom Robert-Koch-Institut definierten Risikogebieten zu erwarten sind, legen wir die Absage auch bei einer niedrigeren zu erwartenden Teilnehmendenzahl als 1.000 nahe.“

Bei Fragen können sich hessische Bürgerinnen und Bürger an ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden. Auch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration stellt auf seiner Website Informationen zum Coronavirus zur Verfügung: Hessenlink.de/2019ncov

Rubriklistenbild: © Uncredited/NIAID-RML/AP/dpa

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