Gelebte Denkmalpflege in Berndorf: Lange erhält Förderung

Das Haus Lange in Berndorf.
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Das Haus Lange in Berndorf.

„Hier haben sich junge Leute mit viel Liebe zum Detail, mit Enthusiasmus und auch einer gehörigen Portion Mut um ein altes, historisch wertvolles Objekt gekümmert,“ so Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese.

Twistetal - Große Freude herrschte im Hause Lange in Twistetal-Berndorf über den Besuch von Erstem Kreisbeigeordneten Karl-Friedrich Frese. Denn der Kreisbaudezernent hatte einen Förderbescheid über 3.000 Euro mitgebracht, die Nico Lange als Zuschuss für seine Investition in die elf neuen Fenster seines Fachwerkhauses aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert erhielt – als Denkmalschutzmaßnahme für die Erneuerung von Gebäudeteilen nach historischem Vorbild.

„Die Investition in die Sprossenfenster aus Holz hat sich auf jeden Fall gelohnt“, sagt Nico Lange. Selbst vorherige Skeptiker seien durch das nun rundum passende Erscheinungsbild des Hauses überzeugt worden. Innen von brauner Farbe, außen weiß gestrichen, bilden die neuen Fenster das I-Tüpfelchen auf einem Vorzeigeprojekt in der gelebten Denkmalpflege. Auch die Entscheidung, den Baustoff Lehm durchgehend zu verwenden, hat sich laut Lange bezahlt gemacht. So konnte der Fachwerkcharakter des Gebäudes erhalten bleiben, ohne moderne Anforderungen, zum Beispiel an das Raumklima, außer Acht lassen zu müssen.

Bei einem Rundgang konnten sich Frese und Bauamtsleiterin Susanne Paulus sowie Denkmalschutz-Sachbearbeiter Walter Schumann von der gelungenen Umsetzung des Sanierungskonzepts überzeugen. Für den Grundausbau hatten Nico Lange und seine Freundin Laura bereits eine Förderung in Höhe von 25.000 Euro aus dem Programm „Sanierung alte Bausubstanz“ erhalten. Die Gesamtinvestitionssumme liegt deutlich im sechsstelligen Bereich, ausgeführt werden die Fremdleistungen überwiegend durch heimische Firmen.

Karl-Friedrich Frese lobte das Sanierungsprojekt als Paradebeispiel, wie vorhandene Werte in der Bausubstanz der Ortschaften optimal genutzt werden. „Hier haben sich junge Leute mit viel Liebe zum Detail, mit Enthusiasmus und auch einer gehörigen Portion Mut um ein altes, historisch wertvolles Objekt gekümmert.“

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