Geschäftsleute, Pioniere und Mäzene: Sachsenberg ehrt verdiente Persönlichkeiten

Adolf Böhle hat einiges für Sachsenberg geleistet. Er hat unter anderem für den Erhalt von Kirche und Stadtmauer gespendet sowie für die Wasserversorgung.
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Adolf Böhle hat einiges für Sachsenberg geleistet. Er hat unter anderem für den Erhalt von Kirche und Stadtmauer gespendet sowie für die Wasserversorgung.
Die Brauerei von Adolf Böhle war die letzte in Sachsenberg. Sie wurde 1921 geschlossen. 
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Die Brauerei von Adolf Böhle war die letzte in Sachsenberg. Sie wurde 1921 geschlossen. 
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Die ehemalige Villa des Bierbrauers Adolf Böhle.
Ein Gemälde der Villa Böhle mit dem Schwanenteich im Vordergrund.
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Ein Gemälde der Villa Böhle mit dem Schwanenteich im Vordergrund.
Adolf Böhle errichtete seine Privatbrauerei 1848. Sie war die letzte in Sachsenberg, als sie 1921 geschlossen wurde.
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Adolf Böhle errichtete seine Privatbrauerei 1848. Sie war die letzte in Sachsenberg, als sie 1921 geschlossen wurde.
Adolph Müller wurde 1852 in Sachsenberg geboren und starb 1928 in Berlin. Er ist Begründer des Unternehmens VARTA, das Batterien und Akkumulatoren herstellt.
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Adolph Müller wurde 1852 in Sachsenberg geboren und starb 1928 in Berlin. Er ist Begründer des Unternehmens VARTA, das Batterien und Akkumulatoren herstellt.
Das Geburtshaus von Adolph Müller in Sachsenberg.
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Das Geburtshaus von Adolph Müller in Sachsenberg.
Auf dem Sachsenberg Friedhof erinnert eine Büste an Adolph Müller.
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Auf dem Sachsenberg Friedhof erinnert eine Büste an Adolph Müller.

Unter anderem war die Nordpolexpedition von Fridjof Nansen 1896 nur mit Hilfe eines Alltagsproduktes möglich, das der Sachsenberger Adolph Müller produzierte. Heute ist aus der Firma ein millionenschweres Aktienunternehmen entstanden.

Lichtenfels - Mit Adolf Böhle, Ferdinand Krauskopf jun. und Adolph Müller sind im 19. Jahrhundert drei wichtige Persönlichkeiten aus Sachsenberg hervorgekommen. Zur Erinnerung an die drei Persönlichkeiten werden am kommenden Sonntag, 9. September, drei farbige Hinweistafeln mit ihren Lebensläufen eingeweiht. Die Tafeln sind im Ort an Stellen angebracht, die einen Bezug zum Leben und Wirken der drei haben.

Adolf Böhle betrieb bis in die 1920er Jahre die letzte Brauerei, war Jäger, Mäzen und Förderer Sachsenbergs. In seiner Freizeit beschäftigte er sich mit der Geschichte des Städtchens. Das Ergebnis seiner Forschungen, aber auch überlieferte Geschichten, Sagen und Dichtungen, hat er 1920 in seinem Buch “Sachsenberg – Geschichte und Sage” veröffentlicht. „Sein“ Sachsenberg lag ihm zeitlebens am Herzen. Er spendete für den Erhalt der Kirche, den Erhalt der alten Stadtmauer und finanzierte einen Großteil der Wasserversorgung. 2009 wurde anlässlich der Einweihung der „Knöchelhalle“ der Adolf-Böhle-Weg nach ihm benannt.

Ferdinand Krauskopf jun. war der Sohn des erfolgreichen Geschäftsmannes Ferdinand Krauskopf sen., der in Sachsenberg geboren und aufgewachsen ist und 1860 eine Gummiwarenfabrik in St. Petersburg gründete. Er trat in die Fußstapfen seines Vaters. Obwohl er nie in Sachsenberg lebte, blieb er dem Waldecker Land und der Heimatstadt seiner Vorfahren lebenslang verbunden. 1904 verlieh ihm die Stadt die Ehrenbürgerwürde. Aus seinem Millionenvermögen fördert er mit hohen Summen das Diakonissenhaus, den Helenenstift und das Krankenhaus in Arolsen. In Sachsenberg spendete er für die Renovierung der Kirche, den Bau der Wasserleitung und für die von Naturkatastrophen Betroffenen. Sein größtes Vermächtnis an Sachsenberg ist die Finanzierung des im Jugendstil erbauten und noch erhaltenen Pfarrhauses.

Adolph Müller wurde 1852 in Sachsenberg geboren. Schon als Schüler faszinierten ihn elektrotechnische Experimente. Mit 35 Jahren gründete er die Akkumulatorenfabrik in Hagen. 1892 baute er in der Rammelsmühle in Itter das erste E-Werk Korbachs. Noch im gleichen Jahr erleuchteten die ersten elektrischen Straßenlampen die Korbacher Altstadt. Bei der Nordpolexpedition von Fridjof Nansen 1896 wurden seine Batterien eingesetzt. Später gründete er die Batteriefabrik VARTA, die noch heute existiert. Aufgrund seiner Verdienste wurde ihm 1915 die Ehrendoktorwürde der TU Hannover verliehen. Zeit seines Lebens blieb Adolph Müller seiner Heimatstadt verbunden. Viele seiner Mitarbeiter in der Batteriefabrik Hagen stammten aus Waldeck und insbesondere aus Sachsenberg. Er spendete für die Sachsenberger nach dem verheerenden Stadtbrand 1889 und nach dem Hagelunwetter 1912. Aus seinem Nachlasswurde 1932 ein Großteil der Baukosten für die neue Schule finanziert. Auf dem Friedhof erinnert eine Büste und im Ort die nach ihm benannte Adolf-Müller-Straße an sein Wirken.

Die Einweihung erfolgt im Rahmen eines Spazierganges durch den Ort. An den Tafeln werden jeweils Leben und Verdienste der Personen kurz vorgestellt. Der Rundgang beginnt um 14:30 Uhr beim Bürgerhaus. Anschließend gibt es Gelegenheit, sich bei Kaffee und Kuchen im Kulturhaus in der Kirchstraße zu stärken und dort auch die Ausstellung mit Bildern von Hannelie Hoschkara geb. Heinemann zu besichtigen.

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