Raserei im Landkreis: 131 Verletzte und drei Tote

Die Polizei kontrolliert nun häufiger in Waldeck-Frankenberg an Unfallschwerpunkten und Strecken, die für hohe Geschwindigkeiten bekannt sind, wie die Ederseerandstraße im Bereich der Taucherbucht.

Edersee - Im Jahr 2017 ereigneten sich 3.963 Verkehrsunfälle in Waldeck-Frankenberg. In Hessen waren es rund 150.000 Verkehrsunfälle. Eine der Hauptunfallursachen ist laut Polizei "nicht angepasste Geschwindigkeit".

9.880 Verkehrsunfälle wurden in Hessen auf diese Unfallursache zurückgeführt. Im Landkreis waren es immerhin 271. Dabei sind in Waldeck-Frankenberg 131 Personen verletzt worden, drei getötet.

Ziel der Polizei ist, die Unfallzahlen zu senken und die schwerwiegenden Folgen zu verringern.

Hessenweit werden deshalb im Rahmen der Kampagne "Verkehrssicher in Hessen" vermehrt Verkehrskontrollen an Unfallschwerpunkten, an Strecken, die für hohe Geschwindigkeiten bekannt sind oder aber in Bereichen von Schulen und Kindergärten durchgeführt.

Daran beteiligen sich auch alle Polizeistationen und der Regionale Verkehrsdienst in Waldeck-Frankenberg. Eine der ersten Kontrollen in dieser Kampagne hat der Regionale Verkehrsdienst gestern Nachmittag, 8. August 2018, an der Ederseerandstraße im Bereich der Taucherbucht gestartet.

Während der dreistündigen Kontrollzeit herrschte mäßiger Verkehr. 131 Fahrzeuge passierten die Kontrollstelle in Richtung Waldeck-West. 16 davon waren zu schnell. Andre König vom Verkehrsdienst zeigte sich über das Ergebnis zufrieden. "Die Beanstandungsquote ist mit 12,2 % hoch, andererseits war kein besonders schwerer Verstoß dabei. 15 Verkehrsteilnehmer (1 Motorrad und 14 PKW) mussten an Ort und Stelle ein Verwarnungsgeld entrichten. Ein Motorradfahrer aus Weinheim in Baden Württemberg muss mit einer Bußgeldanzeige rechnen. Er war mit 73 km/h statt der erlaubten 50 km/h unterwegs. Er muss mit einem Bußgeld von 70 Euro und einem Punkt in der Flensburger Kartei rechnen". Andreas Reichart ergänzt: "In den nächsten Wochen werden wir vermehrt auch in der Nähe von Schulen und Kindergärten präsent sein".

Rubriklistenbild: © Foto: Marcus Althaus

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