Gesetzeslücke bei Upskirting: Unter den Rock fotografieren gilt bislang als eine Lappalie

Sommer: „Wir müssen schnellstmöglich diese Gesetzeslücke schließen, damit die Intimsphäre von Frauen und Mädchen in der Öffentlichkeit, auf Rolltreppen, dem Gehweg oder in Treppenhäusern geschützt ist.“ Die Rede ist von Upskirting...

Frankenberg - „Upskirting stellt eine erhebliche Verletzung der Intimsphäre der Betroffenen dar“,  betont die Landtagsabgeordnete, Dr. Daniela Sommer. Upskirting“ beschreibt das heimliche, unbefugte Fotografieren des Intimbereiches unter Kleidern und Röcken. Nach deutschem Recht ist dies bislang nicht strafbar ist.

„Wir müssen schnellstmöglich diese Gesetzeslücke schließen, damit Frauen und Mädchen ungehemmt und ohne Sorgen vor unerwünschten Fotoaufnahmen Kleider und Röcke tragen können und ihre Intimsphäre dabei auch in der Öffentlichkeit, auf Rolltreppen, dem Gehweg oder in Treppenhäusern geschützt ist. Deshalb begrüßen wir ausdrücklich die Ankündigung von SPD-Bundesjustizministerin Christine Lambrecht, die das Upskirting unter Strafe stellen will und unterstützen die angekündigten Initiativen anderer Bundesländer für den Bundesrat mit dem gleichen Ziel“, sagt Sommer. „Wir erwarten, dass auch die Hessische Landesregierung diese Forderung unterstützt!“

In anderen Ländern, wie in Australien oder Japan existieren Gesetzes gegen diese Übergriffe. Seit April ist diese Verletzung der Intimsphäre auch Großbritannien strafbar und kann dort mit einer Haftstrafe von bis zu zwei Jahren geahndet werden.

In Deutschland will der Bundesrat am 20. September 2019 über eine Änderung des Strafgesetzes diskutieren.

Rubriklistenbild: © dpa

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