Das gilt ab dem 15. Mai für Gäste und Gastgeber im Landkreis

Das Land Hessen hat den Übernachtungsbetrieb ab dem 15. Mai wieder erlaubt. Was die rund 800 Ferienunterkünfte und 30 Campingplätze in Waldeck-Frankenberg beachten müssen, hat die Kreisverwaltung zusammengefasst.

Waldeck-Frankenberg - Für die Ferienunterkünfte in Hessen gelten die aktuellen Kontaktbeschränkungen sowie Abstands- und Hygieneregelungen zwingend. Gäste, die nicht aus Deutschland anreisen, sind dazu verpflichtet nach der Einreise auf direktem Weg in eine Unterkunft in Quarantäne zu begeben und sich für die 14 Tage nach ihrer Einreise ständig dort aufzuhalten.

Ihre Ankunft müssen sie zudem bei den zuständigen Gesundheitsämtern anmelden. In Waldeck-Frankenberg ist das der Fachdienst Gesundheit des Landkreises unter Tel. 05631 – 954 555. Häusliche Quarantäne gilt auch für Deutsche, die mehr als 48 Stunden im Ausland waren.

Gäste sollten gegenüber dem Gastgeber versichern, dass sie keine grippeähnlichen Symptome haben, keinen Kontakt zu bestätigten Infizierten hatten und keiner Quarantäne-Anordnung unterliegen.

Wo Bereiche gemeinschaftlich genutzt werden, ist zusätzlich zu beachten, dass sich nur ein Gast pro fünf Quadratmeter Fläche aufhalten sollte. Gemeinschaftlich genutzte Sauna-, Schwimm- oder Wellnessbereiche müssen geschlossen bleiben.

Bei den Sanitäreinrichtungen und Waschräumen auf Campingplätzen gelten die üblichen Abstandsbestimmungen. Sind diese nicht umsetzbar, müssen sie geschlossen bleiben. Für Spiel-, Bade- oder ähnliche Bereichen gelten die gleichen Bestimmungen.

Das Gesundheitsamt in Waldeck-Frankenberg rät dringend dazu, in gemeinschaftlich genutzten Bereichen grundsätzlich einen Mund-Nasenschutz zu tragen – insbesondere dort, wo das Risiko besteht, dass der Mindestabstand kurzfristig unterschritten werden könnte, wie beispielsweise an Rezeptionen oder in Wasch- und Sanitäranlagen.

Bei der Vermietung aller Ferienunterkünfte sollte grundsätzlich der Kontakt zum Gast so gering wie möglich gehalten werden – vom Check-In bis zur Abrechnung. Laut Landkreis könnten Schlüssel mittels Kasten oder Safe übergeben werden, die Begrüßung per Telefon stattfinden und der Meldeschein mit einem eigenen Kugelschreiber in der Unterkunft ausgefüllt werden.

Zusätzlich zu den allgemeinen auf dem Meldeschein abgefragten Informationen, sollten Vermieter auch Kontaktdaten aufnehmen, unter denen die Besucher mobil während ihres Aufenthalts erreichbar sind wie beispielsweise Handynummer oder E-Mailadresse. Weiterhin sollten sämtliche Personen einer Wohneinheit beziehungsweise eines Camping-Stellplatzes mit Name, Anschrift und Telefonnummer erfasst werden, sodass eine genaue Nachverfolgung der Kontaktpersonen bei einer möglichen Infektion gewährleistet werden kann.

In Camping-Anlagen sollten möglichst nur parzellierte Plätze angeboten werden. Gegebenenfalls müssen einzelne Standplätze gesperrt werden, um die Abstandsregelungen einzuhalten.

Jede Ferienunterkunft muss zudem ein individuelles Hygienekonzept erstellen und bei Kontrolle vorweisen.

Die intensive und verstärkte Reinigung aller Räumlichkeiten und Kontaktflächen sollte beachtet werden. Alle Waschmöglichkeiten müssen mit ausreichend Seife und Einmal-Handtüchern ausgestattet werden. Gäste sind bereits vor der Anreise und nochmals vor Ort umfassend zu den geltenden Regelungen zu informieren – auch über Kontaktdaten, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus wichtig sein könnten wie beispielsweise solche von Ärzten, Apotheken oder dem Fachdienst Gesundheit des Landkreises.

Weiterhin ist auch ein Hinweis wichtig, dass Gäste ihren Hausmüll – insbesondere Taschentücher, benutzte Masken oder Handschuhe – in verschlossenen Plastikbeuteln entsorgen sollten. Aushänge zu den Abstandsregelungen und Hygienevorschriften müssen in den Unterkünften angebracht werden.

Die Einhaltung aller geltenden Regelungen wird von den lokalen Ordnungsbehörden und der Polizei überprüft. Bei Nicht-Beachtung drohen Anzeigen und Bußgelder bis hin zum Entzug der Betriebserlaubnis.

Inhaber von Ferienunterkünften können sich bei Rückfragen an den Fachdienst Gesundheit des Landkreises unter Tel. 05631 – 954 555 oder an die Touristik Service Waldeck-Ederbergland GmbH unter Tel. 05631 – 954 359 wenden.

Weitere Informationen und Checklisten zur Wiederöffnung gibt es auch online unter www.deutschertourismus-verband.de oder www.bvcd.de.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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