Göbel diskutiert mit Liberalen

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Kreishandwerksmeister Karl-Heinz Goebel. Foto: Archiv

Waldeck-Frankenberg. Kreishandwerksmeister Karl-Heinz Göbel hat mit den FDP-Politikern Heinrich Heidel und Dieter Schütz diskutiert. Wie die Liberal

Waldeck-Frankenberg. Kreishandwerksmeister Karl-Heinz Göbel hat mit den FDP-Politikern Heinrich Heidel und Dieter Schütz diskutiert. Wie die Liberalen mitteilen ging es dabei um die insolvente Beschäftigungsgesellschaft, den Eigenbetrieb Gebäudemanagement, das verlängerte Konjunkturpaket, Logistikzentrum in Volkmarsen und die Bahnreaktivierung.

Göbel: "Delta GmbH darf keine Konkurrenz werden"

Zum der vom Kreistag beschlossenen Delta GmbH (Nachfolger der insolventen Beschäftigungsgesellschaft), bei der die Kreishandwerkerschaft und die Lebenshilfe als bisherige Partner nicht mehr beteiligt sind, sagte Göbel: "Wir wollen, dass keine neuen Strukturen geschaffen werden, die mit den Initiativen des Handwerks für mehr Beschäftigung und die Besetzung offener Stellen in Konkurrenz treten. Wir müssen Wert darauf legen, dass es beispielsweise nicht sein kann, junge Handwerksgesellen an Hausmeisterstellen in den Schulen im Landkreis zu verlieren."

Handwerk hat bei der EBG nichts mehr zu sagen

Einig war sich die Gesprächsrunde auch darin, dass sich die Strukturen des Eigenbetriebes Gebäudemanagement (EBG) bewährt haben. "Die Entscheidung, die Konjunkturprogramme in Eigenregie des Gebäudemanagements abzuwickeln, war goldrichtig und hat dem Kreis unter dem Strich etwa 2,5 Millionen Euro eingespart", zog Schütz eine positive Bilanz. Göbel: "Das Gebäudemanagement soll so aufgestellt bleiben, wie es ist, die Vergabe von Aufträgen hat deutlich an Schnelligkeit gewonnen, von den abgearbeiteten Konjunkturpaketen hat auch das heimische Handwerk enorm profitiert", so der Kreishandwerksmeister. Göbel bemängelt aber, dass die Kreishandwerkerschaft nach der Kommunalwahl in den EBG-Aufsichtsgremien des Kreises nicht mehr vertreten sei und eine Beiratsmitgliedschaft abgelent wurde.

Konjunkturregelungen verlängert

Heidel sprach als Mitglied und Vizepräsident des hessischen Landtages die für Kommunen, Handwerk und Mittelstand erfolgreiche Anhebung der Vergabegrenzen bei der Umsetzung des Konjunkturpaketes in Hessen an. "Handwerk und Mittelstand haben dies durch eine hervorragende Entwicklung gedankt, und auch die Kommunen waren froh über diese bürokratischen Erleichterungen." Der FDP-Politiker begrüßte die Entscheidung, dass diese Regelung nun wie angekündigt verlängert wird, um die Dynamik der wirtschaftlichen Entwicklung beizubehalten. Darüber hinaus werde die Koalition von CDU und FDP für Hessen ein neues Mittelstandsgesetz auf den Weg bringen, das weitere Impulse für eine positive Entwicklung auch der heimischen Mittelstandsbetriebe setzt.

Handwerk hat von Logistikzentrum in Volkmarsen profitiert

Diskutiert wurden auch das neue Logistikzentrum in Volkmarsen und die umstrittene Reaktivierung der Bahnstrecke Korbach-Frankenberg. "Unsere Handwerksbetriebe haben selbstverständlich vom Bau der großen Halle in Volkmarsen profitiert, freute sich Göbel über diesen Schub und die damit in der Zukunft verbundenen neuen Arbeitsplätze für die Region.

Kreishandwerksmeister braucht Bahnstrecke nicht

Bei der Bahnlinie müsse man die Kosten-Nutzen-Analyse und einen daraus eventuell resultierenden Vertragsabschluss abwarten, so Göbel. Dabei müsse man neben der möglichen Nutzung des Personenverkehrs und der Auswirkungen auf den Tourismus in Waldeck-Frankenberg insbesondere das Interesse der örtlichen Unternehmen in Bezug auf die Verlagerung von Gütern von der Straße auf die Schiene abklären und bewerten. Der Kreishandwerksmeister: "Ich brauche diese Bahnstrecke nicht."

Für 2012 sieht Göbel die Kreishandwerkerschaft als eine der größten Vereinigungen dieser Art in Hessen "gut aufgestellt". Sein positiver Ausblick: "Industrie und Wirtschaftsunternehmen haben im vergangenen Jahr gut verdient und für sprudelnde Steuereinnahmen gesorgt, deshalb wird auch in diesem Jahr weiter investiert werden."

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