Grabsch-Attacken von falschen Polizisten

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Kassel.  Eine junge Frau war gestern Abend etwa im Zeitraum zwischen 18.45 und 18.55 Uhr in der Herkulesstraße zu Fuß unterwegs. In Höhe des neuen

Kassel.  Eine junge Frau war gestern Abend etwa im Zeitraum zwischen 18.45 und 18.55 Uhr in der Herkulesstraße zu Fuß unterwegs. In Höhe des neuen Haupteingangs des Diakonissenkrankenhauses an der Herkulesstraße fiel ihr ein Mann mit einer markanten schwarzen Umhängetasche, an der sich mehrere Außenfächer befanden, auf.

Nachdem der Mann eine Weile hinter der jungen Frau herlief, tippte er ihr unvermittelt auf die Schulter und sprach sie an. Er gab sich als Polizist aus, der vorgab, die Frau durchsuchen zu müssen. Als Begründung erklärte er ihr, dass in der Gegend Drogen verkauft würden und der Drogendealer die Drogen in den Sachen von Frauen oder Mädchen verstecke.

Bei der anschließenden Durchsuchung berührte der Mann die junge Frau unsittlich. Das kam der Frau komisch vor, woraufhin sie einen Ausweis gezeigt bekommen wollte. Als der Mann die junge Frau daraufhin gegen eine Wand drückte, fing sie laut zu schreien an, woraufhin der Täter ihr den Mund zuhielt.

Nachdem sich die junge Frau heftig zur Wehr setzte, ergriff der Mann die Flucht in Richtung Wilhelmshöher Allee und bog dann in die Huttenstraße ab. Den Täter beschreibt das Opfer wie folgt: Etwa 20 Jahre alt, zwischen 175 und 180 cm groß, dunkler Dreitagebart, kantiges Gesicht, sprach fließend und akzentfrei Deutsch. Er trug auf dem Kopf eine schwarze Wintermütze und war bekleidet mit einer dunklen Winterjacke (Art Sweatshirtjacke), hellen Jeanshosen und dunklen Schuhen. Hatte eine schwarze Umhängetasche bei sich.

Im November war der Polizei eine gleichgelagerte Tat bekannt geworden. Auch in diesem Fall gab sich gegenüber einer jungen Frau ein Mann als Polizist aus, der sie unter dem gleichen Vorwand durchsuchen wollte. Das Opfer ließ sich nicht darauf ein und rannte davon.

Der Mann stieg damals mit der jungen Frau am Königsplatz in die Straßenbahn ein, war mit ihr am Auestadion ausgestiegen und hatte ebenfalls den Bus der Linie 25 Richtung Wehlheiden genommen. Als das Opfer an der Ludwig-Mond-Straße Ecke Eberhard-Wildermuth-Straße ausstieg, sprach der Mann sie noch an der Haltestelle an. Anhand der gleichen Tathandlung sowie einer ähnlichen Beschreibung gehen die Ermittler des Kommissariats K 12 von ein und denselben Täter aus.

Die Polizei sucht nach Zeugen unter Tel.: 0561-9100.

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