Der Grenztrail: Diskussion um Mountainbike-Paradies im Landkreis

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Mountainbiker im Wald

Vizelandrat Frese verteidigt den kreisweiten und rund 650 Kilometer umfassenden Streckenverlauf des Grenztrails für Mountainbiker in Waldeck-Frankenberg.

Waldeck-Frankenberg. Der „Grenztrail Waldeck-Frankenberg“ sorgt für Diskussionen. Besonders in den Stadtparlamenten, die darüber entscheiden, ob sie Teil des Zweckverbandes sein wollen und die kreisweite Streckenführung für heimische Moutainbiker und Touristen künftig mitfinanzieren wollen. Für Vizelandrat Karl-Friedrich Frese als zuständigem Dezernenten für den Tourismus in Waldeck-Frankenberg und Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Tourismus Waldeck-Ederbergland GmbH ist der Grenztrail eine Möglichkeit, den boomenden Kurz- und den Aktivurlaub in der Region weiter zu entwickeln.

„Dass die Fachleute das Fahrrad mit all seinen Ausprägungen vom E-Bike bis zum Mountainbike als Chance für touristische Weiterentwicklung frühzeitig identifiziert haben, ist gut und richtig. Der Grenztrail ist dabei eine der kreativsten und mit den größten Entwicklungspotentialen verbundene Initiative. Übrigens wird das auch von der Hessischen Landesregierung uneingeschränkt so gesehen. Schließlich steht eine Zuwendung in Höhe von 7 Millionen Euro zu den derzeit prognostizierten Planungs- und Baukosten für den Grenztrail in Aussicht. Und auch der Landkreis Waldeck-Frankenberg wird sich namhaft beteiligen.“

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In Freses Augen verkennt der Vorsitzende des Gebirgs- und Wandervereins Oberes Edertal, Erwin Strieder, dieses Potential für Waldeck-Frankenbergs Entwicklung ganz offensichtlich. Strieder warnte zuletzt vor möglichen Beeinträchtigungen der Natur, da der Grenztrail Schutzgebiete tangiere und verwies auf die unterschiedliche Interessenlage der Waldbesitzer, Jäger und Wanderer.

Für Frese ist die Diskussion zur möglichen Streckenführung verfrüht: „Wir sind jetzt in der Phase der Bestimmung der kommunalen Partner an einem Zweckverband, der den Grenztrail bauen und betreiben soll.“ Erst in einem weiteren Schritt werde auf der Basis von Gesetzen und unter Beteiligung der zuständigen Behörden und Verbände sowie örtlicher Akteure mit den Plänen zum Streckenverlauf begonnen. Der Naturschutz spiele dabei ebenso eine Rolle wie das Genehmigungsverfahren. „Wo ist also jetzt das Problem?“, fragt der Vizelandrat und sieht im Grenztrail vielmehr eine leitende Funktion: „Erinnern will ich auch daran, wie erfolgreich in der Vergangenheit die Ausweisung bzw. der Bau „herkömmlicher“ Radwege oder die Ausweisung der Wander-Extratouren im Oberen Edertal und im Gebiet von Frankenberg (Eder) und Burgwald hinsichtlich der Benutzerlenkung waren. Außerhalb der ausgewiesenen Strecken wird heute viel weniger gewandert. Sie wirken lenkend und leitend, was den Belangen von Naturschutz, Forst und Jagd sowie der Landwirtschaft sehr entgegenkommt. Bei der Ausweisung der Wander-Extratouren gab es die gleichen Vorbehalte, die Herr Strieder nun zum Grenztrail formuliert. Sie sind nicht eingetreten.“

Frese wirbt mit Nachdruck für den Grenztrail und für die touristische Entwicklung des Waldeck-Frankenberger Landes. Damit werde eine attraktive Freizeitinfrastruktur geschaffen, die nach einer guten medizinischen Versorgung genannt wird, wenn es darum geht qualifizierte Arbeitskräfte oder junge Familien nach Waldeck-Frankenberg zu holen. „Gerade der letztgenannte Gesichtspunkt sollte aus der Sicht des wirtschaftsstarken Oberen Edertals nicht außer Acht gelassen werden“, so Frese.

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