GrimmHeimat: Mehr als Märchen

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Holger Schach (Regionalmanagement Nordhessen), Susanne Völker (GRIMMWELT Kassel),Markus Exner, (Regionalmanagement Nordhessen), Ute Schulte (Regionalmanagement Nordhessen), Claus Günther (Arbeitskreis Tourismus IHK Kassel-Marburg), Cornelius Obier (PROJECT M Tourismusberatung), Prof. Dr. Christian Antz (Ministerium für Wirtschaft und Arbeit Sachsen-Anhalt), Herwig Leuk (DEHOGA Nord- und Osthessen) (vl) Foto: Schachtschneider

Die heimische Tourismusbranche arbeitet an neuen Angeboten

Nordhessen. Seit fast sieben Jahren wird Nordhessen als Reiseziel unter dem Markennamen "GrimmHeimat NordHessen" präsentiert. Wie soll sich diese Marke weiter entwickeln? Welche Angebote und Produkte kann es künftig geben? Und welche Bilder hat der Gast vor Augen, wenn er an die Heimat der Brüder Grimm denkt? Um diese Fragen ist es am Montag (25. Januar) beim Jahrestreffen Tourismus gegangen, das unter dem Motto "Mehr als Märchen – hinter jedem Baum ein Zwerg?" stattfand. Etwa 200 Vertreter der heimischen Tourismusbranche sowie politisch Verantwortliche waren zu der Veranstaltung in die GRIMMWELT Kassel gekommen. Eingeladen hatten die Regionalmanagement Nordhessen GmbH, die IHK Kassel-Marburg sowie der Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Hessen.

"Wir wollen mit hochwertigen Angeboten eine Zielgruppe ansprechen, die sich für Natur und Kultur interessiert", betont Ute Schulte, Leitung Tourismus beim Regionalmanagement Nordhessen. Ein gelungenes Beispiel aus der Region: Der Literarische Frühling in der Heimat der Brüder Grimm. Christiane Kohl vom Landhaus Bärenmühle stellte das Literaturfestival vor, das sie gemeinsam mit weiteren engagierten Hoteliers aus dem Waldecker Land 2012 ins Leben gerufen hatte. Das Literaturfestival, das in diesem Frühjahr bereits zum fünften Mal stattfindet, ist überregional bekannt. Auf dem Programm stehen alljährlich Lesungen, Literaturgespräche und Workshops mit namhaften Autoren. Weitere Beispiele: Der Habichtswaldsteig, der mit seinen Märchenrastplätzen das romantische Landschaftsbild in Szene setzt. Oder die Handwerkerlebnisroute im Mittleren Fuldatal, die regionale Tradition für Gäste erlebbar macht.

Für Ute Schulte ist es vor allem auch das romantische Landschaftsbild Nordhessens, in dem das märchenhafte Potential steckt: Dichte Laubwälder, sanftes Mittelgebirge, Fachwerk, Flüsse und Seen sowie Schlösser und Burgen. "Wenn wir an eine Kulisse für Grimms Märchen denken, dann haben wir eben nicht die Alpen oder das norddeutsche Flachland vor Augen, sondern waldreiches Mittelgebirge. Und genau diese Landschaft gibt es hier", sagt Schulte. Die GrimmHeimat NordHessen hat deshalb jüngst neue Produkte und Kooperationen zur Vermarktung im Bereich des Natur- und Kulturtourismus angestoßen. So arbeiten seit einigen Montagen 15 Schlösser und Burgen der Region zusammen, präsentieren ihre Angebote in einer gemeinsamen Broschüre und veranstalten im Sommer einen "Tag der Schlösser und Burgen" in der Region.

Holger Schach, Geschäftsführer des Regionalmanagements Nordhessen, wies darauf hin, dass der Tourismus im ländlichen Raum in den nächsten Jahren vor großen Herausforderungen steht: Die Bevölkerung werde älter, die Zahl der Einwohner in vielen nordhessischen Dörfern sinke. Damit bestehe auch die Gefahr, dass die touristische Infrastruktur leide. "Wir können als Destination diese Herausforderungen nur bewältigen und im Wettbewerb erfolgreich sein, wenn wir zusammenarbeiten und auf eine gemeinsame Vermarktungsstrategie setzen", sagte Schach.

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