GrimmHeimat geht neue Wege und setzt auf Entschleunigung

Manfred Jahnes (Stadtrat Bad Wildungen), Ute Kühlewind (Staatsbad Bad Wildungen), Holger Schach (Regionalmanagement Nordhessen), Impulsreferentin Ulrike Reiche und Markus Exner (GrimmHeimat NordHessen) bei der Auftaktveranstaltung.
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Manfred Jahnes (Stadtrat Bad Wildungen), Ute Kühlewind (Staatsbad Bad Wildungen), Holger Schach (Regionalmanagement Nordhessen), Impulsreferentin Ulrike Reiche und Markus Exner (GrimmHeimat NordHessen) bei der Auftaktveranstaltung.

Das Konzept soll einen Ausgleich zur immer schneller werdenden Arbeitswelt darstellen. Es geht u. a. darum, die vielfältigen Möglichkeiten der Ruhe und Entspannung in Nordhessen wertschöpfend umzusetzen.

Bad Wildungen - „Zeit für sich – fit für alle(s)“, unter diesem Motto trafen sich rund 100 Akteure aus den Branchen Tourismus, Gesundheit, Informations- und Kommunikationstechnik sowie Kultur- und Kreativwirtschaft in der Wandelhalle Bad Wildungen, darunter auch Bürgermeister und Gemeindevertreter. Es ging darum, neue Tourismus- und Gesundheitsangebote zu entwickeln und damit Nordhessen im hochaktuellen Marktsegment „Entschleunigung“ als erste und bislang einzige Region zu positionieren.

Durch eine übergreifende Vernetzung der unterschiedlichen Branchen sollen zunächst Ideen und anschließend konkrete, buchbare Produkte zur Entschleunigung und Prävention entwickelt werden. „Innovation ist eine Stärke der Region, weil wir mit unseren regionalen Netzwerken das Wissen und Können unterschiedlicher Partner zusammenführen können“, so Holger Schach, Geschäftsführer der Regionalmanagement Nordhessen GmbH. „Mit dem Projekt wollen wir Antworten auf die gesundheitlichen Folgen einer veränderten Arbeitswelt geben. Es geht aber auch darum, die vielfältigen Möglichkeiten, in Nordhessen Ruhe und Entspannung zu erleben, in konkrete Wertschöpfung umzusetzen“, führt der Regionalmanager aus.

Die GrimmHeimat NordHessen reagiert mit ihrem Vorhaben auf die Folgeerscheinungen der sich stark verändernden Arbeits- und Lebenswelten. Im Rahmen der Digitalisierung werden diese dynamischer, komplexer sowie flüchtiger und führen zu einem hohen Zeit- und Leistungsdruck. Es stellt sich das Empfinden von Stress ein, häufig mit der Folge psychischer Erkrankungen. Den explodierend ansteigenden Krankmeldungen wolle man nun mit geeigneten, präventiven Angeboten entgegenwirken. Wie Maßnahmen und Angebote aussehen können, wurde diskutiert und erarbeitet.

Dabei zeigte sich, welches Potenzial bereits in der Region vorhanden ist: Das natürliche in Form von Wäldern und intakten Landschaften ebenso wie das kreative Potenzial, das die Teilnehmer einbrachten. Markus Exner, Projektleiter der GrimmHeimat NordHessen, war zufrieden mit den Ergebnissen: „Wir suchen nach Vorschlägen, die beim Gebrauch neuer Informations- und Kommunikationstechnologien die Risiken minimieren, aber nicht gleichzeitig die Chancen schmälern. Es geht um einen bewussten Umgang mit digitalen Medien, wobei die Digitalisierung selbst durchaus auch zur Entschleunigung beitragen kann.“

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