Großaufgebot wie bei einer Katastrophe

Bad Arolsen. Die Sicherheitsmaßnahmen gegen die bei Facebook angekündigte Rache-Party (der Eder-Diemel Tipp berichtete) waren enorm. Die Ortsdurchfa

Bad Arolsen. Die Sicherheitsmaßnahmen gegen die bei Facebook angekündigte Rache-Party (der Eder-Diemel Tipp berichtete) waren enorm. Die Ortsdurchfahrt von Bad Arolsen war am vergangenen Samstag ab 16 Uhr vollständig gesperrt. Am Beekmannstadion hatte das Deutsche Rote Kreuz etliche Einsatzfahrzeuge und Rettungswagen platziert. (siehe Foto unten) Auch ein Hubschrauberlandeplatz wurde für den möglichen Verletztenabtransport eingerichtet.

Im städtischen Rathaus hatte sich der Führungsstab der Polizeieinsatzkräfte und im Bürgerhaus die Bereitschaftspolizei einquartiert. Das eigentliche Ziel, die Mietwohnung des "Gastgebers", war von Sicherheitskräften hermetisch abgeriegelt worden (Foto oben). Der Straßenverkehr wurde umgeleitet, Absperrzäune errichtet und Personenkontrollen durchgeführt.

Die prophylaktischen Sicherheitsmaßnahmen der Polizei, des Roten Kreuzes und der Stadtverwaltung Bad Arolsen sorgten dafür, dass die befürchteten Ausschreitungen ausblieben. Auch die Angst , das Public-Viewing zum Europameisterschaftsviertelfinalspiel zwischen Deutschland und Griechenland könnte eine problematisch und unkalkulierbar Rolle spielen. Erwies sich glücklicherweise als unbegründet. Der 23-jährige "Verursacher" hatte sich am Freitagvormittag beim Bad Arolser Bürgermeister Jürgen van der Horst eingefunden, um sich dort zu entschuldigen. Er zeigte sich entsetzt über die Resonanz seines "Aufrufes" und es tue ihm jetzt leid. In der Bevölkerung wurden jetzt Stimmen laut, die den sicherheitstechnischen Aufwand als überzogen bezeichneten. Bis in die Nacht hinein blieb alles ruhig...

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