Großer Rauschgifthandel aufgeflogen

Auf richterliche Anordnung wurden die Männer bis zum nächsten Morgen in Gewahrsam genommen.
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Auf richterliche Anordnung wurden die Männer bis zum nächsten Morgen in Gewahrsam genommen.

Marburg-Biedenkopf. Drogen im größeren Stil wechseln in Wallau den Besitzer. Auf einem großen Parkplatz treffen sich Dealer und Lieferanten.

Wallau. Drogen im größeren Stil wechseln in Wallau den Besitzer. Auf einem großen Parkplatz treffen sich dazu ein Dealer und die Lieferanten. Es geht um Amphetamine. Kiloweise sind sie im Angebot. Die Betäubungsmittel haben einen Straßenverkaufswert von etwa 30.000 Euro.

Der mutmaßliche Hauptdealer, ein 27-Jähriger aus dem Hinterland, hat den "Stoff" geordert. Ein Audi mit drei Männern aus Nordrhein-Westfalen kommt zum verabredeten Treffpunkt. Die Insassen, ein mutmaßlicher Lieferant (33) und zwei Begleiter im Alter von 24 und 31 Jahren. Benutzt werden andere Kennzeichen für den nicht zugelassenen Wagen.

Als der Handel über die Bühne geht, greift die Polizei ein. Lange haben die Polizisten schon für diesen Fall ermittelt. Als der Dealer die Zivilstreifen sieht, versucht der mehrfach und einschlägig vorbestrafte 27-Jährige, die übernommene Tüte mit zwei Kilogramm Amphetaminen verschwinden zu lassen. Doch dies scheitert. Die Polizei nimmt die Männer fest.

Im Fahrzeug findet ein Rauschgiftspürhund weiteres verstecktes Rauschgift. Neben kleineren Mengen anderer Betäubungsmittel stellt die Kripo über 2,5 Kilogramm Amphetamine und mehrere Tausend Euro sicher.

Bei den nachfolgenden Durchsuchungen in den verschiedenen Wohnungen werden diverse weitere Betäubungsmittel, darunter weitere 500 Gramm Amphetamine sowie mehrere Tausend Euro Bargeld sichergestellt. Auch ein weiterer 31-Jähriger möglicher Dealer aus dem Hinterland wird festgenommen. Er soll an den Geschäften des 27-Jährigen beteiligt sein, wird vermutet.

Die Ermittlungen gegen alle Männer dauern an. Sie machen in Untersuchungshaft bislang von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch.

Gegen den 31-Jährigen Hinterländer und die beiden Mitfahrer im Auto des mutmaßlichen Lieferanten liegen mittlerweile keine ausreichenden Haftgründe mehr vor, teilen Staatsanwaltschaft und Polizei aus Marburg mit.

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