Großer Schritt

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Waldeck-Frankenberg. "Das ist ein großer, wenn auch längst überfälliger Schritt nach vorn", so Dr. Wolfgang Gern, Vorstandsvorsitzender

Waldeck-Frankenberg. "Das ist ein großer, wenn auch längst überfälliger Schritt nach vorn", so Dr. Wolfgang Gern, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werkes in Hessen und Nassau und Horst Rühl, designierter Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werkes in Kurhessen Waldeck, zur Ankündigung von Innenminister Boris Rhein, die sogenannte Residenzpflicht für Asylsuchende und Geduldete auch in Hessen aufzuheben.Aufgrund der Residenzpflicht ist der Bewegungsradius für diese Personengruppe auf das Gebiet des Regierungsbezirkes und zum Teil sogar nur auf das des Landkreises beschränkt. Schon lange setzen sich die beiden Verbände für eine umfassende Bewegungsfreiheit von Flüchtlingen ein. Sie weisen darauf hin, dass aufgrund dieser Restriktionen Arbeits- oder Ausbildungsstellen nicht angetreten werden können und beispielsweise Klassenfahrten außerhalb des zugewiesenen Regierungsbezirks der kostenpflichtigen Genehmigung durch die Ausländerbehörden bedürfen."Es ist einfach unsinnig, darüber hinaus bürokratisch aufwändig und kostspielig für die Betroffenen, wenn sich Flüchtlinge nur innerhalb des Regierungsbezirkes oder des Landkreises aufhalten dürfen", so Rühl. Neue gesetzliche Spielräume haben in vielen Bundesländern dazu geführt, dass der Bewegungsradius von asylsuchenden Flüchtlingen auf das ganze Bundesland und zum Teil sogar die Nachbarbundesländer ausgeweitet wurde. "Wenn nun dieser Anachronismus  auch in Hessen beendet wird, ist das eine gute Botschaft für die betroffenen Flüchtlinge", so Gern und Rühl. Beide hoffen zudem, dass die Reisefreiheit auch unbürokratisch auf die hessischen Nachbarbundesländer ausgeweitet wird.

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