Grüne Jugend: Zu viel Sexismus, zu wenig Homo-Werbung

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Hessen. Der Landesvorstand der Grünen Jugend Hessen kritisiert heftig, dass in den letzten Wochen wieder verschiedene sexistische Werbekampagnen zu s

Hessen. Der Landesvorstand der Grünen Jugend Hessen kritisiert heftig, dass in den letzten Wochen wieder verschiedene sexistische Werbekampagnen zu sehen waren.

"Sexismus bedeutet für uns nicht nur, dass Frauen als Sexobjekte dargestellt werden. Überholte und einschränkende Klischees, die Männer und Frauen auf bestimmte Rollen eingrenzen, gehören für uns genauso dazu", stellt Lisa Süß, frauenpolitische Sprecherin der Grünen Jugend Hessen, klar.

Besonders kritisch sieht der Landesvorstand die Schokoladenei-Kampagne "Ei love Rosa". Hier soll das bei allen Geschlechtern beliebte Überraschungsei durch die Farbe Rosa gezielt an Mädchen vermarktet werden, denn diese hätten  "ein Puppengen" wird ein Unternehmenssprecher zitiert.

"Nicht viel besser macht es diese Tage die Sportschau. Mit einer Knetgummianimation aus einem Steinzeitmann, der sich erst von der Bundesliga weglotsen lässt, als die Steinzeitfrau ihre Brüste in einem Fußballoptik-BH präsentiert und dem Slogan "Männer waren schon immer so", zeigt die ARD, dass sie gedanklich selbst noch in der Steinzeit steckt. Hier interessieren sich Männer ausschließlich für Fußball und Brüste, während Frauen als Sexobjekte dastehen."

Süß: "Absolut nicht akzeptabel ist aber, dass die ARD öffentliche Gebühren dafür einsetzt, auf primitivste Weise Werbung für die Bundesliga zu machen. Auch Frauen schauen gerne Fußball und Männer sind keine lüsternen Steinzeitidioten. Die Werbung der Sportschau beschränkt sowohl Männer als auch Frauen auf bestimmte Rollen."

Das sei die Spitze des "Sexismus-Eisbergs". Homosexualität hingegen sei  nicht existent. "Diese Darstellungen suggerieren Geschlechterbilder, die der Vielfalt unserer Gesellschaft nicht gerecht werden." Der Landesvorstand der Grünen Jugend Hessen fordert deshalb, dass Werbung die Gesellschaft in ihrer ganzen Breite darstellt und ruft die Bürger zum Protest auf.

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