Grüne marschieren für Drogen

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Hessen. Am 5. Mai 2012 findet ab 13 Uhr am Opernplatz in Frankfurt der sogenannte "Global Marijuana March" statt. Diese Demonstration ist Te

Hessen. Am 5. Mai 2012 findet ab 13 Uhr am Opernplatz in Frankfurt der sogenannte "Global Marijuana March" statt. Diese Demonstration ist Teil einer weltweiten Legalisierungsaktion von Cannabis und wird seit 1999 jährlich in den unterschiedlichsten Städten weltweit begangen.

Die Grüne Jugend Hessen (GJH) ruft zu einer Beteiligung am Global Marijuana March auf, um sich für eine fortschrittliche, humane Drogenpolitik einzusetzen!

1961 wurde von nahezu allen Staaten der Welt das Einheitsabkommen über die Betäubungsmittel ratifiziert. Seitdem ist in Deutschland gemäß des Betäubungsmittelgesetzes der bloße Konsum von Cannabis allein zwar nicht strafbar, dafür aber der Anbau, die Herstellung, der Erwerb, der Besitz, der Verkauf, das Verschreiben, das Abgeben und das Verabreichen. Damit wird Marijuana illegalisiert. "Allein durch diese Illegalisierung wird Cannabis immer wieder zur Einstiegsdroge. Durch den Kontakt zum illegalen Markt kommen Konsumentinnen und Konsumenten leichter mit härteren Drogen in Kontakt, als sie es in speziellen Geschäften wie beispielsweise den Coffee Shops der Niederlande kommen würden. Außerdem kommt es aufgrund der fehlenden staatlichen Kontrolle häufig zu einer Verunreinigung von Marijuana durch Streckmittel. Gerade diese zusätzlichen Substanzen haben dann negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Konsumentinnen und Konsumenten", so der Landesvorstand der Grünen Jugend Hessen. Die Grüne Jugend Hessen spricht sich deshalb für den kontrollierten Verkauf von Cannabis, aber auch von Tabak und Alkohol durch ausgebildetes Fachpersonal in staatlich lizensierten Geschäften aus.

Die Grüne Jugend Hessen bestreitet nicht die potentiellen Gefahren des Cannabiskonsums. Die berauschende Wirkung der Hanfpflanze durch den psychoaktiven Wirkstoff THC sei zwar nicht direkt körperlich suchtauslösend, könne aber bei CannabiskonsumentInnen eine psychische Abhängigkeit verursachen. Deshalb fordert die GJH mit der Legalisierung von Cannabis gleichzeitig eine verbesserte Aufklärungsarbeit. "Während permanent Geld in die Repression gesteckt wird, müssen Prävention, Aufklärung oder Hilfe- und Therapieangebote mit wenigen Mitteln auskommen. In eine verantwortliche Drogenpolitik müssen alle legalen Drogen wie Alkohol und Tabak sowie die illegalen Drogen und die nicht-stoffgebundenen Süchte wie Glücksspiel gleichermaßen einbezogen werden. Der Grundgedanke von Prävention und Hilfestellung muss wieder in den Vordergrund gerückt werden. Nur so lassen sich die Kriminalisierung von Konsumentinnen und Konsumenten und die Vorbehalte in der Gesellschaft abbauen sowie die Ausgrenzung von Süchtigen verhindern." stellt die GJH weiter fest.

Die Grüne Jugend Hessen fordert die umgehende Legalisierung von Cannabis. Die anfallenden Steuern sollen der Aufklärungsarbeit und dem Gesundheitssystem zugutekommen. Um diesen Standpunkt deutlich zu machen, ruft die GJH zur Beteiligung am "Global Marijuana March" auf.

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