Handwerk startet zuversichtlich ins Jahr 2012

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Stimmung im Handwerk 2011: Das war die Einschaetzung der aktuellen Geschaeftslage nach Landkreisen in Prozent 2011

Hessen. Die knapp 74.000 hessischen Handwerksbetriebe erreichten 2011 ein konjunkturelles Hoch und starten zuversichtlich ins Jahr 2012. Dem aktuellen

Hessen. Die knapp 74.000 hessischen Handwerksbetriebe erreichten 2011 ein konjunkturelles Hoch und starten zuversichtlich ins Jahr 2012. Dem aktuellen Konjunkturbericht des Hessischer Handwerkstag (HHT )zufolge beurteilten über 83 Prozent der befragten Handwerksbetriebe ihre Geschäftslage im vergangenen Jahr als "gut" oder "befriedigend". Im Vorjahr waren es 77 Prozent. Das Handwerk blickt auch zuversichtlich in die Zukunft: "Für das Jahr 2012 erwarten wir eine weiterhin positive Entwicklung und rechnen mit einem Wachstum bis zu 1,5 Prozent", sagte HHT-Präsident Bernd Ehinger in Wiesbaden.

Eigenheimbesitzer ein Segen für das Handwerk

Viele Eigenheimbesitzer hätten 2011 ihr Geld in Umbau oder Sanierung von Immobilien angelegt, um den Anlagewert zu steigern. "Davon profitierte das Handwerk enorm", so Ehinger. Mit Blick auf den handwerklichen Arbeitsmarkt sagte Ehinger, dass rund 90 Prozent der Betriebe ihren Mitarbeiterstamm gehalten oder zusätzliches Personal eingestellt hätten. Für das Jahr 2012 geht der HHT von stabilen Beschäftigtenzahlen aus.

Ehinger geht davon aus, dass sich der Fachkräftemangel im Handwerk verstärkt bemerkbar machen werde. Nur knapp 40 Prozent der suchenden Handwerksbetriebe gelang einer Umfrage zufolge eine problemlose Besetzung der offenen Stellen mit qualifiziertem Personal. "Der Fachkräftemangel kann das Handwerk in seiner konjunkturellen Aufwärtsentwicklung durchaus schwächen, wenn dem nicht entschlossen entgegengewirkt wird."

Die drei hessischen Handwerkskammern konnten im Erhebungszeitraum 1. Oktober 2010 bis 30. September 2011 ein Plus von 0,7 Prozent bei den neu eingetragenen Lehrverträgen verzeichnen. Dies entspricht einer Zunahme von 79 Lehrverträgen auf eine Gesamtzahl an neu eingetragenen Lehrverträgen von 10.973. "Hessen liegt damit übrigens deutlich über dem bundesdeutschen Durchschnitt", so HHT-Geschäftsführer Harald Brandes. Nach seinen Angaben hätten es noch mehr Lehrverträge sein können, wenn die Betriebe mehr geeignete Bewerber gefunden hätten. "Wir müssen aufpassen, dass Lehrstellen nicht zu Leerstellen werden", so der HHT-Geschäftsführer. Brandes zeigte sich erfreut, dass zunehmend Abiturienten eine Ausbildung im Handwerk beginnen. Mittlerweile hätten rund 7 Prozent der Lehrlinge ein Abitur. "Das bestätigt, dass das Handwerk attraktive und moderne anspruchsvolle Ausbildungen anbietet."

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