Herbstbelebung stärkt Trend: Arbeitslosenquote bei 3,3 Prozent in Waldeck-Frankenberg

Die Arbeitslosenzahlen sind weiterhin auf Talfahrt. Dennoch sieht Agenturchef Uwe Kemper Probleme vor allem beim Engpass an Fachkräften.

Waldeck-Frankenberg - Der seit Monaten währende positive Trend am heimischen Arbeitsmarkt wird derzeit von der saisonüblichen Herbstbelebung verstärkt. Die Arbeitslosenzahlen sanken somit auch im Oktober weiter in Waldeck-Frankenberg. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 3,3 Prozent. Auf Jobsuche sind zurzeit 2851 Personen, 56 weniger als im Vormonat und 213 weniger als im Oktober 2017.

Im Monatsvergleich schlagen vor allem weniger arbeitslose Jugendliche und junge Erwachsene zu Buche, weil wie üblich Start von Ausbildung oder Studium deren Anzahl reduziert hat. Aber auch für alle anderen Personengruppen meldet die Statistik ein Minus – besonders stark im Jahresvergleich, wobei wiederum auch Ältere, Langzeitarbeitslose und Migranten weiter von der erfreulichen Entwicklung profitieren konnten.

So waren bei der Geschäftsstelle Korbach mit Bad Wildungen 1408 Menschen ohne Arbeit registriert. Das sind 20 mehr als im September und 42 weniger als im Oktober 2017. Die aktuelle Quote beträgt unverändert zum Vormonat 3,4 Prozent. 785 Arbeitslose meldet die Geschäftsstelle Frankenberg im Berichtsmonat. Das entspricht einem Abgang von 32 Personen gegenüber dem Vormonat und einem Abgang von 100 Personen gegenüber dem Vorjahresmonat. Bei 2,7 Prozent liegt die Quote im Oktober, 2,8 Prozent waren es im September und 3,1 Prozent im Vorjahresmonat.

Bei der Geschäftsstelle Bad Arolsen sind aktuell 658 Menschen ohne Beschäftigung erfasst. Im Vergleich zum September sind das 44 weniger, im Vergleich zu Oktober 2017 sind es 71 weniger. Die aktuelle Arbeitslosenquote beträgt hier 3,7 Prozent, im Vormonat waren es 4,0 und Vorjahresmonat 4,1 Prozent.

Der Stellenbestand hat mit aktuell 1980 Offerten gegenüber Oktober 2017 zwar zugenommen, befindet sich aber auf niedrigerem Niveau als der Durchschnittstrend der vergangenen fünf Jahre erwarten ließ. Der Zugang an gemeldeten Arbeitsstellen hat sich gegenüber Vormonat und Vorjahr verringert und liegt aktuell auf dem niedrigsten Stand für einen Oktober in den letzten fünf Jahren.

Agenturchef Uwe Kemper bilanziert: „Trotz der nach wie vor positiven Gesamtentwicklung hinterlässt der Engpass an Fachkräften in einigen Bereichen erste sichtbare Spuren. Bemerkbar ist auch eine gewisse Zurückhaltung bei der Meldung von freien Stellen auf der Helferebene. Diesem Risiko können Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aber durch zunehmende Bereitschaft zur beruflichen Weiterbildung begegnen.“

Rubriklistenbild: © picture alliance / Bernd Wüstneck/dpa

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