„Herr Krüger“ haut einen Senior übers Ohr

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Als es an der Wohnungstür des über 80-Jährigen klingelt, öffnet der hilfsbereite Senior die Tür und lässt den freundlich wirkenden Mann hinein.

Bad Wildungen. Als es an der Wohnungstür des über 80-Jährigen klingelt, öffnet der hilfsbereite Senior die Tür und lässt den freundlich wirkenden Mann hinein. Es entwickelt sich ein Gespräch, in dem sich der Mann als Mitarbeiter eines Mobilfunkanbieters ausgibt.

Er stellt sich als „Herr Krüger“ vor und erläutere die Möglichkeiten eines Internetanschlusses. Dabei hinterlässt er einen kompetenten und seriösen Eindruck, wie der Senior später der Polizei schildert. Gleichzeitig klagt der Mann über finanzielle Probleme und bittet auch um Geld. Unter einem Vorwand gelingt es dem angeblichen „Herrn Krüger“, dass der Senior das Zimmer kurzzeitig verlässt.

Die Abwesenheit nutzt der Trickdieb, um eine kleine, grüne Geldkassette mit 400 Euro und persönlichen Unterlagen aus einem Schrank an sich zu nehmen. Anschließend erklärt er, dass er noch mal kurz zu seinem Auto müsse. Zu diesem Zeitpunkt will der hilfsbereite Senior einen kleinen Geldbetrag aus seiner Geldkassette holen, um dem Mann etwas zu spenden. Entsetzt muss der Rentner aber nun feststellen, dass die Kassette mit dem Geld und „Herr Krüger“ spurlos verschwunden sind.

Nun ermittelt die Polizei und bittet unter der Tel. 05621/70900 um Hinweise. Der Täter wird wie folgt beschrieben.

Er soll etwa 45 bis 50 Jahre alt sein, hat eine etwa 1,80 Meter große und kräftige Gestalt sowie ein rundes Gesicht. Er war zum Tatzeitpunkt dunkel und ordentlich bekleidet, trug schwarze Wollmütze, Mundschutz und sprach Deutsch ohne erkennbaren Akzent oder Dialekt.

Um sich vor Trickdiebstahl in der Wohnung zu schützen, gibt die Polizei folgende Tipps:

Schauen Sie sich Besucher vor dem Öffnen der Tür durch den Türspion oder durch das Fenster genau an. Öffnen Sie die Tür nur bei vorgelegtem Sperrriegel. Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung. Bestellen Sie Unbekannte zu einem späteren Zeitpunkt wieder, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist.

Wehren Sie sich energisch gegen zudringliche Besucher, sprechen Sie sie laut an oder rufen Sie um Hilfe.

Lassen Sie nur Handwerker oder Dienstleister in Ihre Wohnung, die Sie selbst bestellt haben oder die von Ihnen bekannte Personen angekündigt worden sind. Das gleiche gilt für vermeintliche Vertreter der Stadtwerke.

Treffen Sie mit Nachbarn, die tagsüber zu Hause sind, die Vereinbarung, sich bei unbekannten Besuchern an der Wohnungstür gegenseitig Beistand zu leisten.

Verlangen Sie von Amtspersonen grundsätzlich den Dienstausweis und prüfen Sie ihn sorgfältig auf Druck, Foto und Stempel. Rufen Sie beim geringsten Zweifel vor dem Einlass die entsprechende Behörde an. Suchen Sie deren Telefonnummer selbst heraus. Lassen Sie den Besucher währenddessen vor der verschlossenen Tür warten.

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