Hessen droht Solarausstieg

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Foto: rff

Hessen. Der Photovoltaik-Zubau schrumpfte 2013 um 52 Prozent. Der Branchenverband warnt vor einem Markteinbruch und fordert Maßnahmen von der Politik.

Hessen. Der Bundesverband Solarwirtschaft meldet für Hessen den schlechtesten Photovoltaik-Zubau seit fünf Jahren: 2013 sind lediglich Solarstromanlagen mit einer Leistung von 154 Megawattpeak (MWp) neu installiert worden. Das ist ein Einbruch von mehr als 50 Prozent gegenüber 2012 (321 MWp). Dies geht aus jüngsten Zahlen der Bundesnetzagentur hervor.

Die Solarwirtschaft warnt vor einem weiteren Markteinbruch und erheblichem Schaden für zahlreiche Solarunternehmen in Hessen. "Die Landesregierung muss jetzt die in Berlin geplante absurde EEG-Umlage auf solare Eigenstromerzeugung stoppen und für mehr Augenmaß bei der EEG-Reform sorgen. Andernfalls droht ein kompletter Fadenriss und mit dem Solar-Ausstieg ein Scheitern der Energiewende", so der Appell von Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel führt derzeit Gespräche mit den Bundesländern über die Ausgestaltung der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Das Ziel des hessischen Energiegipfels – 6 Milliarden Kilowattstunden Solarstrom-Erzeugung pro Jahr bis 2050 – sei ebenfalls in Gefahr.

Nicht nur in Hessen ist die Nachfrage weggebrochen. Bundesweit ist der Solarmarkt mit einem Minus von 56 Prozent ebenfalls stark geschrumpft . Die Interessenvertretung von rund 1.000 Solarunternehmen fordert im Rahmen der EEG-Novelle eine Reparatur des Fördermechanismus und einen Verzicht auf die geplante Abgabe auf solare Eigenstrom-Erzeugung in Höhe von rd. 4,4 Cent je Kilowattstunde. Mehrkosten seien für den Bürger damit nicht verbunden.

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