Hessen fördert die Bibliotheken sowie deren Flüchtlingsprojekte

Die Landtagsabgeordnete Dr. Daniela Sommer hält die aktuelle Förderung für zu gering. Bild: red
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Die Landtagsabgeordnete Dr. Daniela Sommer hält die aktuelle Förderung für zu gering. Bild: red

Öffentliche Bibliotheken in Hessen werden in diesem Jahr rund 1,25 Millionen Euro Förderung aus dem Kommunalen Finanzausgleich erhalten.

Waldeck-Frankenberg. Gute Nachrichten für Bücherwürmer und Flüchtlinge: Öffentliche Bibliotheken in Hessen werden in diesem Jahr rund 1,25 Millionen Euro Förderung aus dem Kommunalen Finanzausgleich erhalten. Rund 700.000 Euro davon fließen in Projekte, die unter anderem das Medienangebot für Menschen mit Migrationshintergrund ausbauen.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein: "Mit den Fördermitteln können vor allem kommunale Bibliotheken in kleineren Gemeinden ihren Bestand erweitern." Insgesamt stehen 77 Projekte auf der Förderliste. Einige kommunale Bibliotheken schaffen davon Medien für Menschen an, die Deutsch als Fremdsprache lernen. Beispielsweise stellen sie Medienboxen für Flüchtlingskinder mit mehrsprachigen Büchern und Hörspielen zusammen. Andere Einrichtungen bieten mehrsprachige Leseförderungen an oder investieren in mehr Personal.

In diesem Jahr treten zudem fünf weitere kommunale Bibliotheken dem OnleiheVerbundHessen bei. Dann können die Nutzerinnen und Nutzer digitale Medien aus dem Angebot von insgesamt 95 teilnehmenden Bibliotheken online ausleihen. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst fördert den OnleiheVerbundHessen in diesem Jahr mit 55.300 Euro.

Bad Arolsen erhält 19.000 Euro. Davon gehen 12.500 Euro an Flüchtlingsprojekte. In Bad Wildungen und Korbach fließt die gesamte Förderung von je 12.500 Euro in Projekte für Menschen mit Migrationshintergrund. Frankenberg wird mit 19.100 Euro bezuschusst, davon gehen 12.500 Euro an die Migrationshilfe.

Die Landtagsabgeordnete Dr. Daniela Sommer hält die Förderung insgesamt für zu gering. Im Vergleich zu anderen Bundesländern liege Hessen bei den Ausgaben für die öffentlichen Bibliotheken im letzten Drittel. "Viele hessische Kommunen leisten sich eine öffentliche Bibliothek, trotz der finanziellen Belastungen durch Personal, Kosten für Räumlichkeiten und Betriebskosten. Da sind die öffentlichen Zuschüsse aus dem Kommunalen Finanzausgleich nur ein Tropfen auf den heißen Stein." Sie hält es für sinnvoller einen Mindeststandard festzuschreiben, dann stünden nicht 77 Förderbescheide den 426 Städten und Gemeinden gegenüber.

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