Mehr Platz für Hilfe: Landesverband richtet Lager für Tafeln ein

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Das interessiert auch das hr-Fernsehen: Der erste Tafelbus wird bei der Spedition Heidelmann beladen.

Durch die Einrichtung eines Lagers bei der Spedition Heidelmann in Ziegenhain können in Zukunft 13 Tafeln in Nordhessen versorgt werden. Zuvor mussten sich die Tafeln in Wetzlar versorgen.

Ziegenhain/Korbach. Warme Mahlzeiten und ein voller Kühlschrank sind für viele Menschen selbstverständlich. Doch es gibt ebenso Menschen, die nicht genug Geld haben, um sich ausreichend Lebensmittel zu kaufen.

Die lokalen Tafeln versuchen dieses Defizit auszugleichen. Damit die nordhessischen Tafeln noch mehr Produkte an Bedürftige verteilen können, hat der hessische Landesverband nun ein Lager bei der Spedition Heidelmann in Ziegenhain eingerichtet. Hier werden zukünftig Warenpaletten aus dem Zwischenlager in Wetzlar untergebracht. 13 Tafeln aus Nordhessen können die dann innerhalb von fünf Werktagen abholen.

„Wir bekommen immer mehr Großspenden. Das bedeutet, dass eine ganze Lkw-Ladung in Wetzlar ankommt. Das Lager in Ziegenhain ermöglicht es uns schneller wieder Platz für neue Spenden zu schaffen und die Tafeln in Nordhessen besser zu bedienen“, erklärt Willi Schmid, Vorsitzender des Landesverbands Hessischer Tafeln. Das Lager in Ziegenhain hat aber noch einen weiteren Vorteil: die nordhessischen Tafeln müssen nicht mehr den langen Weg bis nach Wetzlar auf sich nehmen, um ihren Vorrat aufzustocken.

„Die Tafeln finanzieren sich ausschließlich durch Spenden. Da lässt sich eine Fahrt von mehr als 100 Kilometern nicht mal eben stemmen“. Es soll auch bald möglich sein, Kühlwaren im Lager unterzubringen. Die Tafeln stehen nicht nur vor der Herausforderung, dem großen Bedarf gerecht zu werden. Für ihre Arbeit sind sie auf Spenden und vor allem ehrenamtliche Mitarbeiter angewiesen. „Das Durchschnittsalter der Helfer liegt bei über 70 Jahren. Wir brauchen dringend Nachwuchs“, erklärt Schmid.

Fallen Helfer aus, wird es schwierig, kurzfristig Ersatz zu finden. Für den Transport gibt es daher Sonderkonditionen für den Landesverband. In einem Jahr soll Bilanz gezogen werden. Für Till Bischoff, Verkaufsleiter der Spedition, ist es selbstverständlich zu helfen. „Wir arbeiten schon lange mit der Schwälmer Tafel zusammen. Es ist einfach ein schönes Gefühl, etwas Gutes zu tun.“ Für den Transport gibt es daher Sonderkonditionen für den Landesverband. In einem Jahr soll Bilanz gezogen werden.

„Für die Tafeln wird es sich auf jeden Fall lohnen. Wie es finanziell aussieht müssen wir dann schauen“, sagt Schmid. Viele Tafelbusse versammelten sich am Mittwochnachmittag zur ersten Verteilung vor Ort. Das Aufgebot ließ sich auch das hr-Fernsehen nicht entgehen und reiste mit einem Filmteam an.

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