Die Hexennacht ist in Lichtenfels nicht mehr das, was sie einmal war

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In der Hexennacht, vom 30. April auf den 1. Mai 2019, randalierten vermutlich mehrere Personen in Lichtenfels-Goddelsheim.

Die Hexennacht vom 30. April auf den 1. Mai ist auch in einigen Orten des Landkreises Tradition.

Goddelsheim - Mit Streichen oder Scherzen, wie Gartentüren aushängen, Blumentöpfe umsetzen oder Sitzbänke verstecken, werden dabei die Nachbarn von den Jugendlichen des Ortes geärgert. Doch was vor Jahren noch ein Jux war, äußert sich heute häufiger in Sachbeschädigungen und Vandalismus. Jetzt wird aus Schabernack öfter eine Straftat.

Früher zogen Jugendliche in kleinen Gruppen durch ihr Dorf und sammelten in der Hexennacht in den Vorgärten Dinge ein, um sie anschließend in Nachbars Garten zu verteilen oder auf Spielplätzen oder anderen Stellen im Ort. Dann sah man am Morgen des 1. Mai lächelnde wie schimpfende Dorfbewohner, die ihre „verhexten“ Fußmatten, Gießkannen, Mülltonnen bis hin zu Gartentörchen wieder nach Hause holen mussten, weil sie diese rechtzeitig am Vorabend in Sicherheit brachten. Davon ist heute wenig übrig.

Vandalismus und Straftaten belasten die Dorfgemeinschaft. So geschehen in Lichtenfels-Goddelsheim. In der Hexennacht randalierten dort vermutlich mehrere Personen. Laut Polizei ist auf dem Friedhofsgelände eine Pollerleuchte (Bild am Textanfang) umgerissen worden. Im Einmündungsbereich der Straßen Hohler Weg und Am Bummelsberg sind die Bretter der Sitzfläche einer Bank abgerissen worden (Bild am Textende). Der Schaden wird auf rund 900 Euro geschätzt.

Die Stadt Lichtenfels erstattete Strafanzeige bei der Polizeistation Korbach, die nun auf der Suche nach Zeugen ist und um Hinweise unter Tel. 05631-9710 bittet.

In der Hexennacht, vom 30. April auf den 1. Mai 2019, randalierten vermutlich mehrere Personen in Lichtenfels-Goddelsheim.

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