Hightech im Handwerk: Mensch-Maschine macht müde Maler zur Geschichte

„Das Exoskelett entlastet meine Muskeln und Gelenke im Schulterbereich spürbar, so dass abends die Arme nicht so schwer sind“, beschreibt Paul Gradwol.
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„Das Exoskelett entlastet meine Muskeln und Gelenke im Schulterbereich spürbar, so dass abends die Arme nicht so schwer sind“, beschreibt Paul Gradwol.

Das mit 1,9 Kilogramm leichteste Exoskelett seiner Art ist ein „passives Modell“. Es benötigt eine Energiezufuhr durch eine Batterie.

Frankenberg -„Das Exoskelett gebe ich nicht mehr her!“, sagt Maler Paul Gradwol, nachdem er das Gestell beim Gesundheitstag von „FingerHaus“ in Frankenberg kennengelernt hatte. Das war im vergangenen Jahr. Inzwischen hat der Hersteller von Häusern in Holzfertigbauweise drei Maler-Kolonnen, bestehend aus zwei Mitarbeitern, mit je einem der Exoskelette ausgestattet. Das System vom Medizintechnikunternehmen „Ottobock“ unterstützt die Maler bei anstrengenden Arbeiten über Kopf, zum Beispiel beim Spachteln und Streichen unter der Decke. „Das Exoskelett entlastet meine Muskeln und Gelenke im Schulterbereich spürbar, so dass abends die Arme nicht so schwer sind“, beschreibt Paul Gradwol. „Ich bin immer offen für Neues, das mir die Arbeit erleichtert – und von diesem System bin ich begeistert.“

Das mit 1,9 Kilogramm leichteste Exoskelett seiner Art ist ein „passives Modell“. Es benötigt eine Energiezufuhr durch eine Batterie. Das Gewicht der Arme wird über die Armschalen mithilfe mechanischer Seilzugtechnik auf die Hüfte abgeleitet. Es ist einfach auf unterschiedliche Körpergrößen anpassbar. Ähnlich wie ein Rucksack lässt es sich tragen und ermöglicht dabei volle Bewegungsfreiheit.

„Unsere Maler können mit dem Exoskelett nicht nur komfortabler über Kopf arbeiten, sondern auch gehen, sitzen und Gegenstände aufheben“, erklärt Andrea Schönhardt von FingerHaus. „Unser Ziel ist, mit den Exoskeletten gesündere Arbeitsplätze auf der Baustelle zu schaffen.“

Besonders in Zeiten des Mangel an Fachkräften sowie alternden Belegschaften, lassen den Bedarf an vollkommen neuartigen Assistenzsystemen wachsen. Sie können es Menschen ermöglichen, ihrem anspruchsvollen Berufsalltag langfristig gesundheitsschonend nachzugehen.

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