Hitzige Diskussionen: SPD und CDU wollen Wünschewagen für Waldeck-Frankenberg

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Mit dem Wünschewagen kann todkranken Menschen der Transport an ihren Lieblingsort ermöglicht werden. Der ASB bietet diesen Service bereits deutschlandweit an.

Die GroKo hat sich im Kreistag für die Einführung eines Wünschewagens stark gemacht. Er soll todkranken Menschen die Fahrt an ihren Lieblingsort ermöglichen.

Waldeck-Frankenberg - Zum Teil hitzige Debatten lieferten sich die Fraktionen im Kreistag in dieser Woche. Thema war unter anderem die Anschaffung eines sogenannten Wünschewagens für den Landkreis.

SPD und CDU wollen im Landkreis einen Wünschewagen installieren. „Mit dem Wünschewagen soll Menschen in den letzten Lebenstagen ein Wunsch erfüllt werden, dessen Umsetzung sonst am Transport scheitert“, begründete Elke Zarges von der CDU den Antrag. Die Wünschewagen sind komfortabel eingerichtet und dennoch für eine medizinische Notfallversorgung eingerichtet. Die Nutzung sei dabei kostenlos.

Grundsätzlich eine gute Idee, waren sich die Fraktionen im Kreistag einig. Warum die Große Koalition jedoch den Kreisausschuss mit der Erstellung eines eigenen Konzepts beauftragen möchte, sei nicht nachvollziehbar. Immerhin bringe der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Nordhessen einen Wünschewagen im August an den Start, sagte Heidemarie Boulnois, Fraktionschefin der Linken. Mit Blick auf die Kosten, mit Fahrzeuganschaffung (etwa 100.000 Euro) sowie Bezahlung von Fachpersonal und Fahrern, sei es sinnvoller, sich dem bestehenden Konzept des ASB anzuschließen.

Das sieht Dagmar Deutschendorf von den Grünen ähnlich. Es gebe aber durchaus wichtigere Initiativen, derer sich die GroKo annehmen solle, zum Beispiel zu Themen wie Umwelt, Klima und Schulen. Sie solle aufhören mit solchen Themen „auf die Tränendrüse zu drücken“. Dem trat Timo Hartmann (CDU) energisch entgegen. „Ein solch sensibles Thema sollte man nicht missbrauchen, um auf der Arbeit der Großen Koalition herumzuhacken“, sagte der Fraktionsvorsitzende.

Arno Wiegand von der FDP verwies auf den Wünschewagen, den es seit Februar im Schwalm-Eder-Kreis gibt und sprach sich für eine interkommunale Kooperation aus. Er stimmte Uwe Steuber von den Freien Wählern zu, der forderte, den Antrag an den Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Integration zu überweisen. Dort solle ein „vernünftiges Konzept“ erarbeitet werden unter Berücksichtigung sozialer Vereine und Verbände wie dem Hospizverein. Dem stimmte die Versammlung zu.

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