Hohe Fahrt ist bestbelegte Jugendherberge in Hessen

Heinrich Klein, Fritz Schäfer, Claudia Ravensburg, Florian Friedrich (Herbergsleiter) und Katrin Walmanns.
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Heinrich Klein, Fritz Schäfer, Claudia Ravensburg, Florian Friedrich (Herbergsleiter) und Katrin Walmanns.

Um eine gute Belegung in den Sommerferien zu erreichen, konzentrieren sich die Jugendherbergen auf Familienurlaub. die Jugendherberge Hohe Fahrt am Edersee ist hier besonders erfolgreich.

Vöhl - Die schwierige Situation der Jugendherbergen hat die heimische Abgeordnete Claudia Ravensburg zum Anlass genommen, um auf ihrer Sommerreise mit Mitgliedern der CDU Vöhl die Jugendherberge Hohe Fahrt am Edersee zu besuchen. Herbergsleiter Florian Friedrich und Knut Stolle vom Landesverband der Hessischen Jugendherbergen informierten über die aktuelle Lage. Besonders die ausgefallenen Klassenfahrten und Jugendfreizeiten haben die Jugendherbergen in große finanzielle Bedrängnis gebracht.

Um dennoch wenigstens in den Sommerferien eine gute Belegung zu erreichen, konzentrieren sich die Jugendherbergen insbesondere auf den Familienurlaub. Die Jugendherberge Hohe Fahrt ist hier besonders erfolgreich und zurzeit die bestbelegte Jugendherberge mit 4.200 Übernachtungen im Juli in Hessen. Durch ihre Lage direkt am Edersee können die Familien mitten in der Natur einen abwechslungsreichen Sommerurlaub erleben. Ein Erlebnis ist die Übernachtung in den „Baumzelten“, die zwischen den Bäumen aufgespannt werden. Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg hatte beim Probeliegen großen Spaß.

Doch auch das Gespräch über die finanziellen Sorgen durch die Coronapandemie war der Abgeordneten ein wichtiges Anliegen. Schließlich ist der neue Herbergsleiter Florian Friedrich mit tollen Konzepten und einer deutlichen Umsatzsteigerung im vergangenen Jahr an den Start gegangen, lobt Knut Stolle die Initiative des Herbergsleiters. Doch der Ausfall der Klassenfahrten bis mindestens Jahresende kann ohne Hilfe nicht kompensiert werden.

So profitierte der Hessische Jugendherbergsverband von einer Unterstützungsleistung in Höhe von 1 Million Euro, die kurzfristig von der Hessischen Landesregierung zur Verfügung gestellt wurde. Doch jetzt hofft man auf das Rettungspaket für die gemeinnützigen Unternehmen vom Bund, der die Förderung bereits angekündigt hat. Aus eigener Kraft kann die Jugendherberge den Umsatzausfall von fast 80 Prozent des Vorjahresumsatzes nicht überstehen. "Wir brauchen selbstverständlich auch künftig die Jugendherbergen als wichtiges Angebot für die hessischen Schulen. Deshalb werden wir uns weiter dafür einsetzen, dass die Jugendherbergen durch Unterstützung von Land- und Bund gerettet werden. Die Jugendherbergen in unserem Landkreis sind ein wichtiges Standbein des touristischen Angebots und spielen beim zunehmenden Rad- und Wandertourismus eine wichtige Rolle als Angebot für Gruppen und Familien", fasst Katrin Walmanns für die Vöhler CDU zusammen.

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