TSV holt ersten Titel des Jahres

Korbach. Erfolgreich starteten die Boxer des TSV Korbach gestern in die erste Runde der Hessenmeisterschaft 2012. Vor eigenem Publikum konnten sich im

Korbach. Erfolgreich starteten die Boxer des TSV Korbach gestern in die erste Runde der Hessenmeisterschaft 2012. Vor eigenem Publikum konnten sich immerhin vier von acht Kämpfern für die nächste Runde qualifizieren. Waldemar Maier gewann seinen Finalkampf durch technischen k.o, und wurde Hessenmeister, ist damit qualifiziert für die südwestdeutschen Meisterschaften. Vorher hatte er es mit einem unbequemen Gegner zu tun. Assad Tokhi aus Hanau zeigte nicht nur boxerische Qualitäten, sondern versuchte durch ständiges Klammern über die Zeit zu kommen, und brachte den jungen Korbacher an den Rand der Verzweiflung. Erst nach lautstarken Protesten aus dem Publikum und von Trainerseite ahndete der Ringrichter die Unsportlichkeit endlich mit einer Verwarnung. Waldemar drehte noch einmal auf und schickte seinen Gegner in die Seile, der sich von dem Niederschlag nicht mehr erholte. Durch k.o. gewann Maier den Titel und feierte ausgelassen mit Trainer Reinhard Jassmann und einer großen Fangemeinde.

Auch Jonathan Kem boxte einen insgesamt ordentlichen Kampf. Glücklicherweise konnte sein Gegner aus Marburg Jonathans kurze Phasen der Unkonzentriertheit nicht wirkungsvoll verwerten. So siegte der Korbacher klar nach Punkten.

Süleymann Kaplan ging von Beginn an eine hohe Geschwindigkeit und schenkte seinem Gegner nichts. Im actionreichsten Fight des Nachmittags konnten beide Kämpfer ihre anfängliche Speed zwar nicht drei Runden über durchhalten, sorgten aber für Spaß und Begeisterung bei den knapp 300 Besucherinnen und Besuchern. Der Korbacher gewann verdient nach Punkten.

Auch Hermann Gebel lieferte einen guten Kampf ab, konnte seinen Gegner in entscheidenden Phasen unter Druck setzen und entscheidende Treffer setzen. Mit seinem Punktsieg hat er sich für die nächste Runde qualifiziert.

Nicht so erfolgreich war Alexander Wagner. Er verschlief weite Teile seines Kampfes, konnte insgesamt das Niveau seines Gegners aus Hanau nicht mitgehen und unterlag durch Abbruch.

Thomas Lorenz musste eine Menge einstecken und verlor gegen einen starken Gegner aus Aschaffenburg klar.

Miquel Möller kam mit der größeren Reichweite seines um mehr als einen Kopf größeren Gegners nicht klar und konnte kaum Wirkungstreffer setzen. Viele Schläge gingen ins Leere und waren kräftezehrend, so dass er am Ende als zweiter Sieger den Ring verließ.

Robin Marche begann im seinem Superschwergewichtkampfe wie immer dynamisch und kraftvoll, fand aber im Verlauf des Fights zu keiner klaren Linie. Zudem war wie schon häufig eine blutende Nase ein zusätzliches Handicap. In Teilen sah der Schlagabtausch eher aus wie eine Klopperei als wie schönes Boxen. "Keine Werbung für den Boxsport", bemerkte Ex-Trainer Hans Hillmann am Rande.

Ansehnliche Sparrings gab es in den Pausen. Mario Jassmann lieferte sich einen engagierten Kampf mit seinem jungen Gegner, der zunächst gut mitging. Im Verlauf des Kampfes setzte sich die Power und Erfahrung des Korbachers durch.

Die Wettkampfgegnerin der amtierenden deutschen Juniorenmeisterin Viviane Slawik war verletzungsbedingt nicht angereist. So stellte sie sich einem Sparring der fast doppelt so alten Gegnerin aus Marburg. Diese bewegte sich glänzend im Ring, war schnell und reagierte äußerst flexibel, und Viviane hatte Mühe, wirksame Treffer zu setzen. Der einzige Frauenkampf des Nachmittags war mehr als nur ein Pausenfüller.

Zum Abschluss fand der Präsident des hessischen Boxverbandes, Peter Firner, lobende Worte für die Organisation der Veranstaltung durch den TSV Korbach und die gesamte Arbeit der Boxstaffel.

Spannende 17 Kämpfe wurden mit einem guten Besuch und toller Stimmung belohnt.

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